Mitglied inaktiv
Hallo! Ich habe da eine mir sehr unangenehme Frage: Ich habe vor ca 4 Tagen eine Hämorrhoide am Po entdeckt. Ich bin heute in der 31. SSW. Sie hat sich erst durch einen leichten Druch beim Stuhlgang bemerkbar gemacht und dann habe ich nachgeschaut und getastet. Ich würde laut Spiegel sagen das sie ca. 1 cm groß ist und in ihr bewegt sich etwas wie eine Erbse (ich weiß nicht wie ich das sonst beschreiben soll)!Es tut mir so nichts weh, also in dem Sinne "behindert" sie mich nicht. Doch ich möchte diesen "netten Besucher" auf jeden Fall schnell wieder loswerden!!! Was muß ich jetzt tun oder beachten? Ich war gerade vor 1 Woche zur Vorsorge, wäre also das nächste Mal erst in 3 Wochen wieder beim Arzt. Ist diese Hämorrhoide so wichtig, daß ich mich vorher vorstellen sollte? Was kann passieren wenn man nichts gegen sie unternimmt? Was hieße das für´s Kind oder für die Entbindung? Muß sie bei dieser Größe wegoperiert werden? Wäre lieb wenn Sie mir Ihre Meinung dazu sagen! Vielen Dank! Gruß, Jessica
liebe Jessica, bedingt durch eine allgemeine Bindegewebsschwäche kommt es bekanntermaßen in der Schwangerschaft und im Wochenbett zu einer verstärken Bildung von Hämorrhoiden, mit mehr oder weniger starken Beschwerden. In den meisten Fällen reichen lokale Maßnahmen mit Salben, die juckreiz- und schmerzlindernd sind, aus. Diese sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Eine operative Behandlung ist nur selten erforderlich. Dennoch gibt es Ausnahmen, wenn diese zum Beispiel thrombosiert sind, kann sich die Notwendigkeit zur operativen Entfernung auch mal in der Schwangerschaft oder im Wochenbett ergeben. Hier ist dann der Chirurg derjenige, der die Indikation stellt. Ansonsten können Hämorrhoiden gut mit der Akupunktur beeinflusst werden. Am besten hier mal den behandelnden Frauenarzt oder Frauenärztin befragen. Was können Sie dazu beitragen, einer Hämorrhoidenbildung vorzubeugen oder Beschwerden zu lindern? Es sollte auf eine ballaststoffreiche Ernährung geachtet werden, die Verstopfungen verhindert: Mit ballaststoffreicher Ernährung sind zum Beispiel Vollkornprodukte, frisches (ungeschältes) Obst, rohes oder gedämpftes Gemüse und Salat gemeint. Wenn Sie den After mit schmerzlindernden Salben einreiben, die sie in der Apotheke rezeptfrei bekommen oder einfach ein Babyöl verwenden, können Beschwerden deutlich gelindert werden. Bei akuten Schmerzen setzen Sie sich 10 Minuten lang auf eine Eispackung (oder, wenn die gerade nicht greifbar ist kann auch eine Packung Tiefkühlkost in ein Tuch wickeln den gleichen Zweck erfüllen). Versuchen Sie, beim Toilettengang das Pressen zu vermeiden. Besser ist ein tiefes und bewusstes Durchatmen. Lassen Sie sich hierbei ausreichend Zeit. Beginnen Sie mit Übungen für den Beckenboden, denn mit einer kräftigen Beckenbodenmuskulatur fördern Sie den Blutrückfluss und beugen den Hämorrhoiden damit vor. Weitere Maßnahmen besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt oder Ärztin. VB