Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Grannum Grad?

Frage: Grannum Grad?

Mitglied inaktiv

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Hallo Dr. Bluni! Ich hab mal ne Frage und zwar bezüglich der Fachbegriffe. Folgendes:Am 24.7. bei der Feindiagnostik stand auf dem Befund Grannum Grad 0 da war ich in der 19+5 SSW und am Donnerstag war ich wegen abnehmender KIndsbewegungen in der Klinik in der 25+1SSW dort hieß es dann Grannum Grad 2.Nun meine Frage was bedeutet das und ist dies ein Normalbefund?Zumal bei meinem Kind eine singuläre NSA festgestellt wurde.Vielen Dank für Ihre Antwort.


Dr. med. Vincenzo Bluni

Dr. med. Vincenzo Bluni

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liebe Jenny, 1. der Reifegrad und die Verkalkungen in der Plazenta werden entsprechend der Einteilung nach Grannum beurteilt. Hier wird unter anderem die Ausprägung von Verkalkungen als Kriterium benutzt. Wenn der Sonographiebefund bei nur geringen Verkalkungen ein sonst zeitgerechtes Wachstum anzeigt und auch der Doppler und das CTG in Ordnung sind, besteht zunächst kein Grund zur Sorge. Bei stärkerer Verkalkung schon deutlich vor dem Ende der Schwangerschaft wäre dieses wohl anders zu beurteilen. Hier wären auch zum Beispiel der Doppler-Ultraschall und das CTG eine Option. Dieses kann im Einzelfall aber nur zwischen Ihnen und der Frauenärztin/Frauenarzt persönlich besprochen werden. Letztlich hat der behandelnde Arzt über weiterführende Maßnahmen zu entscheiden und kann dieses immer noch am besten beurteilen. Und so kann der jeweilige Untersucher/in eben auch im Ultraschall erkennen ob das Kind sich zeitgerecht entwickelt und ob es Hinweise auf eine nicht mehr ausreichende Funktion der Plazenta gibt. Es gibt also immer wieder mal leichte Verkalkungen, die nicht gleich Grund zur Sorge sind. Und sofern Sie nicht rauchen und sich sonst auch an die Empfehlungen Ihrer Frauenärztin/Frauenarzt halten, können Sie diesen Ablauf nicht weiter beeinflussen. 2. Grad 2 heißt, dass mäßige Verkalkungen vorliegen. 3. obwohl nach der Geburt die Nabelschnurgefäße ihre Funktion verlieren und insofern das Vorliegen einer singulären Nabelschnurarterie (SUA) keine wesentliche Fehlbildung zu sein scheint, kommt dieser Diagnose vor der Geburt eine große Bedeutung zu. Das Fehlen einer der beiden Nabelschnurarterien kann assoziiert sein mit Wachstumsminderung/rückstand und Frühgeburtlichkeit, angeborenen Fehlbildungen und Plazentaanomalien, intrauterinem Fruchttod sowie Chromosomenanomalien und genetischen Syndromen. Aber auch bei sonst unauffälligen Feten kommt die das Fehlen einer Nabelschnurarterie recht häufig vor. Bevor Sie sich hier aber unnötig verunsichern lassen, ist es in dem Fall sinnvoll, einen so genannten differenzierten Organultraschall in einer entsprechend spezialisierten Einrichtung für Pränataldiagnostik durchführen zu lassen. Dabei kann sowohl nach Hinweisen für Fehlbildungen als auch nach anderen Auffälligkeiten geschaut werden. Wenn diese Untersuchung unauffällig ist, wird meist geraten, zuzuwarten, wobei hier aber auch immer auf die Grenzen des Ultraschalls verwiesen wird, der eben eine genetische Störung, eine Stoffwechselstörung oder neurologische Erkrankung eben nicht ausschließen kann. VB


Mitglied inaktiv

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Hallo, das hat mich auch interessiert und ich hab mal nachgelesen. ich hoffe, es stimmt so... LG Sabine "...Eine Verkalkung der Plazenta Grannum II besagt nur, dass die Plazentafunktion durch engmaschige US Kontrollen alle 14 Tage ggf. mit Doppler der Gefäße überwacht werden sollte. Also kein Grund zur Besorgnis. ..." gefunden auf: http://www.babynet.de/load.html?/gyn/links_schw.html&/gyn/0402sch20.html


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