Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Gebärmutterhals

Frage: Gebärmutterhals

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Hallo, Ich heiße Nicole und bin in der 18. woche schwanger. Ich war am Donnerstag das letzte mal beim FA. Mit dem Baby ist soweit alles in ordnung. Nur was er festgestellt hat das mein Gebärmutterhals nur 2 cm ist. Er sagte er sei zu kurz. Wie kann das Passieren. Bei meiner Tochter hatte ich das damals noch nicht. Er hatte mich gefragt ob ich einen Angriff gehabt hätte. Aber ich hatte letztes Jahr nur eine fehlgeburt und das war der einzigste Eingriff denn ich hatte. Kann es was mit der ausschabung zutun haben das der Hals zu Kurz ist? Ich muss jetzt Magnesium nehmen. Ich habe angst das dass Kind zu früh kommt, weil es ja erst die 18 woche ist. Was könnte ich tun um mich nicht weiter verrückt zu machen. Ich am Freitag nächste woche nochmal zur kontrolle ob er kürzer geworden ist. Gruß nicole


Dr. med. Vincenzo Bluni

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Liebe Nicole, physiologischerweise verkürzt sich der Gebärmutterhals gegen Ende der Schwangerschaft immer, was ein Zeichen dafür ist, dass sich die Gebärmutter auf die Geburt vorbereitet. Kommt es jedoch früh zu einer Verkürzung deutlich vor der 34. SSW, dann bedeutet dieses, je nach Ausprägung eine Risikoerhöhung für eine Frühgeburt. Diese Verkürzung wird durch eine vorzeitige Wehentätigkeit hervorgerufen, wobei die genauen Entstehungsmechanismen bis heute nicht eindeutig geklärt sind. Eine bakterielle Besiedlung ist sicher nur eine Erklärung. Die Länge alleine lässt keine Rückschlüsse zu, außer, dass man sagen kann, dass eine Länge von weniger als 2,5 cm mit einem erhöhten Risiko der Frühgeburt einhergeht und deshalb entsprechende Empfehlungen und Maßnahmen ausgesprochen werden. Wichtig ist es, hier immer den Gesamtzusammenhang zu sehen: Sehr hilfreich ist es, wenn bekannt ist, ob Beschwerden, wie Kontraktionen oder vorzeitige Wehen vorliegen oder es Hinweise für eine Entzündung im Bereich der Scheide gibt. Eine solche Entzündung mit Bakterien kann hier der Auslöser sein. Besonders bedeutsam ist, inwiefern sich im vaginalen Ultraschall Hinweise auf eine bedeutende Verkürzung des Gebärmutterhalses, ggf. verbunden mit einer Trichterbildung finden. In einigen Fällen hilft die körperliche Schonung mit Verzicht auf Sport und Verkehr und die prophylaktische Einnahme von Magnesium. Dieses beruhigt die Gebärmutter. In anderen Fällen reichen diese Maßnahmen alleine aber nicht aus. Manchmal ist dann auch eine stationäre Behandlung notwendig. Wie hier für Ihre persönliche Situation das sinnvollste Vorgehen aussehen sollte, kann sicher Ihre behandelnde Frauenärztin/Frauenarzt im Rahmen der Untersuchung beurteilen. Gegebenenfalls wird hier zur Entscheidungsfindung auch die Klinik mit einbezogen. Ein Zusammenhang mit der seinerzeit durchgeführten Ausschabung muss sicher nicht bestehen. VB


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