Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Gebährmutterhalskrebs??

Frage: Gebährmutterhalskrebs??

Mitglied inaktiv

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Hallo, ich war seit der Geburt meines 2. Sohnes vor 10 Monaten nicht mehr beim FA...auch nicht zur Nachuntersuchung *schäm* Ich bin ein ziemlicher Schisser was Ärzte angeht :-/ Jetzt habe ich vor kurzem eine Art Warze am Muttermund bemerkt, kurz danach kam eine 2. und eine 3. dazu. Die 3. verschwand nach wenigen Tagen wieder...die anderen beiden sind noch da. Meine Frauenärztin komtm erst nächste Woche aus dem Urlaub zurück...zu einem anderen Arzt möchte ich nicht. Ist das Gebährmutterhalskrebs? Könnte es auch was anderes sein? Ich hab Angst...Angst davor, dass es Krebs ist..Angst davor, was meine Ärztin sagt, weil ich nicht zur Nachuntersuchung war....und überhaupt Angst zum Arzt zu gehen. :-( Ich kann an gar nichts anderes mehr denken.. Liebe Grüße von Seestern83


Dr. med. Vincenzo Bluni

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hallo, Zu den genannten Viren - HPV - kann man folgendes sagen: Bei HPV (Human Papilloma Virus) handelt es sich um eine Gruppe von über 100 miteinander verwandter Virustypen. Einige von ihnen können Warzen im Genitalbereich hervorrufen können, während andere HPV-Stämme Warzen an Händen und Füssen hervorrufen. Im Genitalbereich werden die sichtbaren Warzen Kondylome genannt. Sie treten nicht bei jedem HPV-Infizierten auf; viele Menschen wissen nicht einmal, dass sie Kondylome haben. Bestimmte HPV-Typen verursachen Warzen am Gebärmutterhals, die bei ausbleibender Behandlung in einem Zeitraum von mehreren Jahren zu Krebsvorstadien und dann zu Krebs entarten können. Dieser Prozess geht aber langsam von statten und es bleibt genügend Zeit, die Erkrankung zu behandeln, bevor sie bösartig wird. Eine Frau mit Warzen im Genitalbereich sollte regelmässig Gebärmutterhalsabstriche vornehmen lassen. Die Früherkennung von Veränderungen durch Gebärmutterhalsabstriche ist die beste Vorsichtsmassnahme gegen Gebärmutterhalskrebs. Die betroffenen Frauen haben natürlich Angst, dass die Infektion Krebs verursachen könnte. Es ist normal, alle, einige oder keine dieser Gefühle zu haben. Anlass zur Sorge besteht jedoch nicht. Zur Zeit wird von der überwiegenden Mehrheit der Fachvertreter neben dem üblichen zytologischen Abstrich von Gebärmutterhals und Muttermund noch keine Virustypisierung empfohlen. Der Arzt kann mit den meisten therapeutischen Maßnahmen nur die Symptome bekämpfen. Werden diese HPV-Viren nur im Krebsabstrich nachgewiesen und es liegen keine Warzen vor, ist kein Handlungsbedarf gegeben. Diese Viren können gegenseitig übertragen werden, ohne dass Symptome da sind. VB


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