Mitglied inaktiv
Hallo Herr Doktor Bluni ich habe am Mo die NTM machen lassen, wobei beim Bluttest eine Wahrscheinlichkeit für Trisomie21 von 1:100 rauskam, bei der US Messung 1:1400 und nun insgesamt eine von 1:500. Bin sehr verunsichert, weil ich 34 Jahre bin, das Baby im März08 geboren wird und ich im Februar 08 35 Jahre alt werde. Wird in diesem Fall eine FU bezahlt von der KK? Oder müsste ich jetzt schon 35 Jahre alt sein?? Mein FÄ (bin neu bei ihr und nicht zufrieden) meinte auf meine Frage, wie viele Kinder mit einer lt. US unauffälligen Nackenfalte mit Trisomie 21 geboren werden: das könnte sie nicht beantworten, weil sie noch keine 2000 Messungen gemacht hätte... tolle antwort. was raten Sie mir? Wie hoch wären die Kosten für eine FU, falls die KK es für mein Alter nicht zahlt? Mein Bauchgefühl ist sehr gegen die FU, aber ich könnte mit der Ungewissheit nicht leben. Vielen Dank für Ihren Rat. Claudia
Liebe Claudia, 1. die sehr komplexen Vorgänge, die Grundlage des Ersttrimesterscreenings sind, führen dazu, dass ein Außenstehender nur mit der Vorgabe fixer Werte alleine keine Interpretation der Situation vornehmen kann und sollte. Es ist aber auch der Grund, dass wir hier immer wieder betonen, ein dass es besonders darauf ankommt, sich die Einrichtung, in der diese Untersuchung durchgeführt, wird rechtzeitig gut auszuwählen. Dabei sollte das entscheidende Kriterium ganz sicher nicht der Preis sein! Sie sollte entsprechend qualifiziert sein, was auch heißt, dass vorher mindestens nach der Zertifizierung durch die Fetal-medicine-foundation in London gefragt wird, aber auch nach der Häufigkeit der Durchführung dieser Untersuchungsverfahren in der entsprechenden Einrichtung. Handelt es sich um eine spezielle Einrichtung für Pränataldiagnostik, ist von einer solchen Qualifikation erfahrungsgemäß auszugehen. Letztlich geht es ja auch darum, eine klare Aussage und Information zu den Ergebnissen und den Konsequenzen aus auffälligen Ergebnissen zu bekommen. Missinterpretationen oder falsche, klinische Konsequenzen sollten in jedem Fall vermieden werden. Und so sollte der Untersucher über die ihm zur Verfügung stehende Software anhand der Ultraschallwerte und Blutbefunde immer auch eine individuelle Risikoberechnung durchführen können. Wenn sich ein Risiko von 1:300 oder größer ergibt, sollte zum Ausschluss genetischer Störungen zu einer invasiven Diagnostik, wie der Amniozentese, geraten werden. Für den Fall, dass dann die Genetik unauffällig ist, wäre es ratsam, einen differenzierten Organultraschall zwischen 20. & 23. SSW in einer entsprechend qualifizierten Einrichtung für Pränataldiagnostik durchführen zu lassen, um unter anderem eine Herzfehlbildung auszuschließen. Sicher kann in einzelnen Fällen, wo es in einem Teil der Untersuchung (Nackentransparenzmessung oder biochemische Parameter) doch erhebliche Diskrepanzen gibt, davon abgewichen werden. Zu Veränderungen des freien ß-HCG und von PAPP-A ist folgendes anzumerken: Das PAPP_A im mütterlichen Serum steigt normalerweise mit zunehmendem Schwangerschaftsalter. Bei Trisomie 21-Schwangerschaften sind die Spiegel niedriger, aber die Differenz zwischen Trisomie 21 und normalen Schwangerschaften nimmt mit steigendem Schwangerschaftsalter ab. Das freie ß-hcg im mütterlichen Serum sinkt mit steigendem Schwangerschaftsalter nach der 10.SSW. Bei Trisomie 21- Schwangerschaften sind die Spiegel jedoch erhöht. Die Differenz zwischen diesen und normalen Schwangerschaften nimmt mit steigendem Schwangerschaftsalter zu. Wie hier nun am besten zu verfahren ist, besprechen Sie bitte mit den Experten vor Ort. 2. da hier eine medizinische Indikation für eine Amniozentese vorliegt, wäre dieses auch eine Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung. VB
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