Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Herr Dr. Blumi, ich habe zwei Fragen : 1. Darf man sich gegen Zecken in der Schwangerschaft impfen lassen ? (20.SSw) 2.Habe starke Wassereinlagerungen an Schienbein und Knöcheln, Knöchel sind nicht mehr zu erkennen, ansonsten geht es mir gut. Diese Wassereinlagerungen hatte ich schon vor der SS aber nicht so stark und nicht immer. Der Hausarzt meinte ich solle mich nicht so anstellen so schlimm sei es ja nicht.Ich merke aber das in der Beinbeuge immer mehr sogenannte Besenreisser kommen und das unschön aussieht.Ich muß dazu sagen , daß ich sehr viel im Büro am Schreibtisch sitze. Vielen Dank für Ihre Antwort. Mit freundlichen Grüßen struppi
hallo, 1. eine passive Impfung gegen FSME ist auch in der Schwangerschaft erlaubt; eine aktive hingegen nicht. Im ersten Schwangerschaftsdrittel sollte die Impfung oder Auffrischung aber sehr streng indiziert sein. 2. es wird angenommen, dass die Ödeme Ausdruck einer gestörten Nierenfunktion sind, in deren Folge es zur Ansammlung von Natrium kommt und somit zur Wassereinlagerung im Gewebe außerhalb der Zellen, was dann zur Gewichtszunahme führt. Wenn kein Bluthochdruck oder eine Eiweißausscheidung vorliegen, dann stellen die alleinigen Oedeme keinen Risikofaktor dar. Die Beine sollten möglichst -wenn möglich - häufig hochgelagert werden. Wechselduschen und Schwimmen sind hier sicher sinnvoll, da durch den hydrostatischen Druck des Wassers die Ödeme zurückgedrängt werden können. Die Erfahrungen haben gezeigt, daß eine gute, ausgewogene Ernährung mit eiweißreicher, kalorienreicher und keineswegs salzarmer Kost, einen positiven Einfluß auf den Verlauf der Schwangerschaft hat und das Auftreten einer Gestose in vielen Fällen zu verhindern oder zu lindern hilft. Selbst bei schon bestehenden Beschwerden, vor allem Ödemen, können diese erheblich gemindert werden. Nicht unerwähnt bleiben, sollten Möglichkeiten der Akupunktur, mit der man diese Oedeme sehr effektiv behandeln kann. Die bisher übliche Behandlung mit Reis-/Obsttagen, salzarmer und flüssigkeitsreduzierter Kost sollte von jeder werdenden Mutter strikt abgelehnt werden, da sie nicht hilft und die Erkrankung sogar noch verschlimmern kann. Entwässerungsmittel dürfen schon seit 1986 nicht mehr eingesetzt werden, auch pflanzliche Entwässerungsmittel, wie zum Beispiel Brennesseltee usw., sollten nicht statt dessen benutzt werden. VB