Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

FOD..und andere Messwerte..

Frage: FOD..und andere Messwerte..

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Hallo, ich bin in der 35 ssw und war heute bei der VU. Beim US wurde festgestellt das der kleine Mann in etwa 2750 gr wiegt und der FOD lag bei 11,3?? irgendetwas um die 11 cm. Das CTG lag meines erachtens auch im normalen bereich, schwankte zwischen 135-150.( mein Baby hat geschlafen) Mein FA hat sich ziemlich komisch verhalten und meinte er wäre sehr gross und auch bei dem FOD Wert hat er komisch geschaut. Muss jetzt nächste Woche schon wieder zum CTG weil das zu wenig wäre?!? Sind die Werte so abnormal? Hat er einen zu grossen Kopf und wenn ja was kann das bedeuten?? ist er zu schwer?? Bin ziemlich verwirrt und durcheinander. Vielen Dank für Ihre Hilfe.. Pia


Dr. med. Vincenzo Bluni

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liebe Pia, 1. zur Berechnung der Länge des Kindes gibt es nur eine allgemeine Formel, denn nach dem dritten Monat wird man mit dem Ultraschall kaum mehr die genaue Länge des Kindes bestimmen können, da man nur einen kleinen Bildausschnitt hat: bis zum 5. Monat die Anzahl der Monate zum Quadrat nehmen und dann ab dem 5. Monat mal fünf nehmen. Dann hat man die ungefähre Größe in Zentimetern. Es geht auch, wenn man im letzten SS-Drittel die Länge des Femur FL=Oberschenkelknochen mal sieben nimmt. Im Übrigen besitzt die Länge des Kindes praktisch keine klinische Bedeutung. 2. wenn Sie mal oben auf die Seite gehen, finden Sie einen Banner mit " Bilder und Daten zum Verlauf der Schwangerschaft" oder sie gehen nach http://www.rund-ums-baby.de/40_wochen/bilder_und_daten.htm. Dort sind die jeweiligen Mittelwerte zu finden. Hier kann es natürlich immer mal Abweichungen nach oben oder unten geben. Bei etwaigen Abweichungen sollte aber bitte der untersuchende Frauenarzt oder Frauenärztin gefragt werden, da nur er/sie zum individuellen Verlauf und zur individuellen Interpretation der Ultraschallwerte eine Auskunft geben kann. Eine Interpretation vorgegebener Werte, ohne, dass man den Gesamtzusammenhang und den Ultraschallbefund kennt, kann ein Außenstehender nicht vornehmen. Dieses sollte und kann auch nur der durchführende Arzt. Dieses allein schon deshalb, um Missinterpretationen, die sich hier ergeben können, zu vermeiden. 3. wenn es hier in bestimmten Werten Abweichungen von Bedeutung gibt, wird man meist eine nochmalige Kontrolle oder eine Kontrolle durch einen speziellen Untersucher veranlassen. 4. eine Interpretation eines CTG-Verlaufes ist sicher von hier aus generell nicht möglich. Jeder erfahrene Geburtshelfer weiß, dass es dicke Bücher zu diesem Thema gibt und dass man ein CTG immer nur aus der Kenntnis des Gesamtzusammenhangs beschreiben kann und dazu gehört neben der kindlichen Herzfrequenz, die Frage nach kindlicher Aktivität, Wehen, der Bewegung innerhalb der Herzaktionen ("Oszillation") und Dauer etwaiger Veränderungen. Es sollte also immer der Fachkraft überlassen werden, ein solches CTG zu interpretieren und hier kann die Schwangere sich auch mal ein solches beschreiben lassen oder zeigen lassen, wie eines aussieht, dass man beanstanden würde. VB


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