Mitglied inaktiv
Guten Tag! War heute beim Risikoultraschall ,da mein Mann nur eine Niere hat und meine Mutter einen angeborenen Herzfehler. Jedenfalls wurde beim Fötus,jetzt 28.SSW,eine Flüssigkeitsansammlung ca. 1-2 mm im Herzbeutel entdeckt! was heißt das jetzt für mich und mein Baby? Geht das wieder weg?Kann ich selbst etwas tun? Wird mein Baby zu früh zur Welt kommen? Kann ich spontan entbinden? Ich muß jetzt eine Blutuntersuchung mahcne lassen auf den Zytomelagievirus! Was ist das?Wo könnte ich mich angesteckt haben? Dies ist mein 5.Kind:Ich bin 28 jahre alt. MFG Katja
liebe Katja, solche Flüssigkeitsansammlungen können ein Hinweis auf eine Infektion mit einem Virus, wie dem Zytomegalievirus, sein. Sie können auch in Folge von FEhlbildungen oder anderen Erkrankungen auftreten. JE nach Ultraschallbefund, werden hier die Spezialisten vor Ort die wahrscheinlichste DIagnose geben können. DAmit ist dann auch eine Prognoseeinschätzung möglich. Zur Zytomegalie (Erreger: Zytomegalievirus) kann ich folgendes anmerken: Das Zytomegalievirus (ZMV) gehört zu den Herpesviren und führt nach der Erstinfektion zu einer lebenslangen latenten Infektion. Zur Reaktivierung kann es während der Schwangerschaft und bei Schwächung der zellulären Immunität (z. B. AIDS) kommen. Die Übertragung der Viren erfolgt durch sexuelle Kontakte, Tröpfcheninfektionen, Transplantationen, Muttermilch, Blut, transplazentar und perinatal. In Deutschland liegt die Durchseuchung etwa bei 50 %. Bei Immunkompetenten verläuft die Primärinfektion und die wiederholte Infektion meist uncharakteristisch und mild und bleibt damit unerkannt. Die Diagnose einer Infektion erfolgt serologisch (aus dem Blut) über die Bestimmung von IgG- und IgM-Antikörpern oder auch durch den direkten Virusnachweis. Die über die Plazenta erworbene Zytomegalie ist mit etwa 1 % aller Geburten die häufigste der viralen Infektionen im Mutterleib.. Die perinatal (unter der Geburt) oder beim Stillen entstandenen neonatalen Infektionen verlaufen in der Regel asymptomatisch und verursachen keine bleibenden Schäden. Nach einer Erstinfektion der Schwangeren muss in etwa 40 % und nach wiederholter Infektion in unter 5 % mit einer transplazentaren (über die Plazenta) Infektion des Fetus gerechnet werden. Die infizierten Kinder zeigen in 10 % bei der Geburt Symptome wie niedriges Geburtsgewicht, Hepatosplenomegalie (vergrößerte Leber und Milz), Petechien(Hautblutungen), Thrombozytopenie (erniedrigte Blutplättchenzahl), Ikterus (Gelbsucht) und Mikrozephalie (einen zu kleinen Kopf). Diese primär symptomatischen Kinder haben eine Sterblichkeit um 30 % und entwickeln in über 90 % Spätfolgen wie Hörverlust, Mikrozephalie und eine geistige und körperliche Retardierung. Infizierte Kinder, die nach der Geburt unauffällig sind, zeigen in etwa 10 % der Fälle Spätfolgen. Die seltenen fetalen Infektionen nach erneuter Erkrankung der Schwangeren führen nach der Geburt zu keinen Komplikationen, sind aber in etwa 5 % mit Spätfolgen wie einem Hörverlust verbunden. Wirksame prophylaktische (z. B. aktive Impfung) und therapeutische Maßnahmen zur Verhinderung oder Behandlung einer angeborenen Zytomegalie stehen bisher nicht zur Verfügung. Die Diagnose einer primären oder aufgefrischten Infektion während der Schwangerschaft unterbleibt fast immer, wegen des subklinischen Verlaufs. In der Praxis beschränkt sich die Diagnose einer Zytomegalieiinfektion somit auf die wenigen Fälle, bei denen wegen einer verdächtigen Symptomatik der Schwangeren oder eines auffälligen sonographischen Befundes eine Serologie (Blutuntersuchung) veranlasst und eine Infektion nachgewiesen wurde. In spezialisierten Zentren kann heute durch den Virusnachweis im Fruchtwasser und den Virus- und IgM-Antikörpernachweis im fetalen Blut unter Einbeziehung der Sonographie versucht werden, eine fetale Infektion festzustellen. Deshalb sollte die weitere Diagnostik in solchen Fällen immer in Zusammenarbeit mit einem solchen Zentrum erfolgen. VB
Mitglied inaktiv
Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort! Ich hatte gleich zu Beginn der SS eine starke Grippe,auch mit leichtem Fieber.da war damals aber noch kein Herz zu sehen. Könnte das diese Infektion gewesen sein? Und vor 2 Wochen hatte ich ne versteckte Blasenentzündung,mußte starkes Antibiotika nehmen! Leider ist meine FÄ noch im Urlaub,was für mich ja nun schlecht ist! Zwei Fragen hätte ich allderings noch zur Geburt: besteht die Gefahr,daß das Kind zu früh zur Welt kommt?Und Kann ich es spontan entbinden oder nicht. was würden Sie mir raten. ich hatte beim 4.Kind einen Notkaiserschnitt.Ich hab zeimliche angst vor einem erneuten KS! MFG katja