Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Bluni, nach der Geburt eines gesunden Jungen 2002 hatte ich in den letzten 1,5 Jahren drei Aborte. Das Abortmaterial ist untersucht worden und als Ursache kommt folgendes in Betracht: Autoantikörper gegen Trophoplastepithelien, antinukleäre Antikörper, Phospholipidantikörper, Kardiolipidantikörper. Gibt es dafür auch eine Beschreibung die allgemeinverständlich ist und was für eine Behandlung käme in Betracht? Des weiteren habe ich nach der Ausschabung vom 16.07. noch immer Blut in der Gebärmutter. Jetzt soll ich Methergin nehmen. Kann es nicht auch sein das noch Material in der Gebärmutter ist welches durch eine erneute Ausschabung entfernt werden muß? Vielen lieben Dank für Ihre Antwort. Gruß, Christina
hallo, hier wird vorgeschlagen, nach Antikörpern zu fahnden, die selten mal die Ursache für wiederholte Fehlgeburten sein können; aber auch nach Antikörpern, die ein Hinweis auf eine Gerinnungstörung sein können, was nicht selten Ursache für wiederholte Fehlgeburten ist. Die häufigste Ursache für eine frühe Fehlgeburt sind genetische Störungen, dann folgen anatomische Ursachen, Infektionen und Medikamente . Auch können sowohl Gerinnungsstörungen als auch immunologische Ursachen eine Rolle spielen. Wenn sich Fehlgeburten häufen (mehr als drei mal hintereinander), sollte man eine weiterführende Diagnostik empfehlen und hierzu gehört neben der Untersuchung der Frau, der Genetik der Eltern ggf. auch die Suche nach den oben genannten Blutgerinnungsstörungen, die häufig unerkannt bleiben, aber dennoch in einer nicht unerheblichen Zahl die Ursache für wiederholte Fehlgeburten und Probleme in der Schwangerschaft sind. Prophylaktisch kann man nicht immer vorbeugen, da z.B. bei einer genetischen Ursache hier eine Art natürlicher Ausleseprozess abläuft. Es ist eben ein normaler Vorgang, daß mache Frauen erst ein oder zwei Fehlgeburten haben, bevor eine sich intakte Schwangerschaft entwickelt. Sofern nur Blut in der Gebärmutter ist, was man im Ultraschall sieht, muss man wohl in den meisten Fällen keine erneute Ausschabung machen. VB
Mitglied inaktiv
Bin zwar kein Fachmann - aber soweit ich weiß, hilft das Methergin auch evtl.Reste "zu beseitigen" - denn ich hatte nach der Geburt wohl noch einen Rest Mutterkuchen drin ,der damit weggegangen ist. Für die Zukunft wünsche ich dir auf jeden Fall "mehr Erfolg"!!!