Mitglied inaktiv
Guten Tag, ich hatte vor vier tagen eine frühe Fehlgeburt in der 6 SS-Woche, jetzt steht noch ein hcg test an um eine Eileiterschwangerschaft komplett auszuschließen nun meine fragen, muss man nicht immer eine Ausschabung machen, oder ist es auch ohne möglich worauf kommt es an, was sind die Faktoren? Nun zu meiner zweiten Frage, da ich die Blutgruppe mit einem resusfaktor negativ habe, möchte mein FA mir am Freitag eine Spritze gegen die Resusunverträglichkeit geben, aber ich bin doch gar nicht mehr schwanger, macht man es generell weil noch die Hormonwerte hoch sind oder warum, habe schon ein Kind und dort habe ich sie natürlich auch bekommen. Vielen Dank K. Koni
hallo, 1. sofern es zu einer sehr frühen Fehlgeburt kommt, kann es hier gut vertretbar sein, auf eine Ausschabung zu verzichten. Dieses muss nicht mit NAchteilen für eine Folgeschwangerschaft verbunden sein. Jedoch kann das am besten der FA entscheiden und hier sollte dann mit ihm gesprochen. Bei einer weiter fortgeschrittenen, wo noch alle Schwangerschaftsanteile in der Gebärmutter sind, sie also nicht abgeblutet sind, würde man allerdings schon eine Ausschabung empfehlen. 2. das Vorgehen ist schon völlig richtig: bei unterschiedlichen Rhesusfaktoren von Mutter und Vater kann das Kind rhesuspostiv sein und wenn die Mutter eben rhesusnegativ ist, kann bei einer entsprechenden Sensibilisierung des Immunsystems der Mutter (Blutaustaussch zwischen Kind und Mutter) es zur Bildung von Antikörpern kommen, die bei einer darauffolgenden Schwangerschaft mit rhesuspositivem Kind zur Zerstörung der Blutkörperchen mit schweren Krankheitsbildern des Kindes einhergehen können. Um dieses zu verhindern, erhalten rhesusnegative Schwangere in der Schwangerschaft (und zwar auch schon in der ersten), nach Fehlgeburt, nach Eileiterschwangerschaft, nach stärkeren Blutungen, nach Fruchtwasserpunktion oder ähnlichem und nach Geburt eines rhesuspositiven Kindes eine Spritze Anti-D, um eventuelle Antikörper abzufangen. Dieses ist nachzulesen in den Richtlinien; im Netz zu finden unter http://www.medical-text.de/abrechnungebm/richtlinien/mutter/richmu05.htm Ein weiterer Antikörper-Suchtest ist bei allen Schwangeren (Rh-positiven und Rh-negativen) in der 24. bis 27. Schwangerschaftswoche durchzuführen. Sind bei Rh-negativen Schwangeren keine Anti-D-Antikörper nachweisbar, so soll in der 28. bis 30. Schwangerschaftswoche eine Standarddosis (um 300 ug) anti-D-Immunglobulin injiziert werden, um möglichst bis zur Geburt eine Sensibilisierung der Schwangeren zu verhindern. Das Datum der vor der Geburt erfolgten Anti-D-Prophylaxe sollte im Mutterpass dokumentiert werden. VB
Mitglied inaktiv
Hallo! Das tut mir sehr leid. Eine Ausschabung ist nicht unbedingt erforderlich, wenn kontrolliert wird, das alles abgegangen ist ( also keine gewebereste mhre in der Gebärmutter sind) und das der HCG-Wert sinkt. Tut er das ist meist alles ok, tut er es nicht, könnte das ein Hinweiß auf Gewebereste sein. Die Anti-D Spritze bekommt jede Rh-negative Frau, egal, ob sie die SS austrägt oder nicht. Die Spritzen werden generell nach FG, Abbrüchen und nach geburten bzw. in der SS schon das erste mal gegeben. Nur soweit ich weiß, soll die Spritze spätestens nach 72 Std gegeben werden. Freitag ist eigentlich schon zu spät. LG Susi
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