Mitglied inaktiv
Hallo H. Dr. Bluni, bei der Mikrobiologischen Untersuchung von meiner Ausschabung vor 3 Wochen kam heraus, das die Placenta wohl nicht richtig entwickelt war und mit Blasen überzogen war! Das Kind wurde wohl nicht richtig ernährt und es kam zur FG! Ist diese Fehlbildung der Placenta zufälliger Natur oder kann das bei darauffolgenden Schwangerschaften wieder auftreten? Ist dies oft ein Grund für eine Fehlgeburt? Ich war in 9SSW! Vielen Dank für die Antworten! Viele Grüße Anja
hallo, sicher solllte hier erst unterschieden werden zwischen einer blasigen Veränderung der Plazenta = Blasenmole; oder einer Veränderung, wie sie eben häufig gefunden wird nach einer Ausschabung, was aber an der Hauptursache für frühe Fehlgeburten nichts ändert. Dieses sind genetische Störungen. Sofern der Pathologe den Begriff Blasenmole bestätigt, kann ich dazu folgendes sagen: von einer Blasenmole spricht man, wenn die Schwangerschaft partiell oder komplett oedematös, traubenförmig degeneriert ist und es unter Umwandlung in bis traubengroße u. traubenförmig angeordnete, mit heller Flüssigkeit gefüllte Bläschen kommt. Diese Entartung kann lokal begrenzt bleiben oder sich in sehr seltenen Fällen sogar zu einem bösartigen Tumor entwickeln. Eine partielle Mole bedeutet, dass es eben nur partiell in dem Schwangerschaftsprodukt zu einer entsprechenden Umwandlung gekommen ist. Insgesamt kommt es nur selten vor und bei einer folgenden Schwangerschaft würde man hier besonders drauf achten. Eine Wartezeit ist hier nicht immer notwendig, wenn sich die Hcg-Werte auf Null abgesenkt haben und keine Chemotherapie erfolgte. Im Einzelfall sollte dieses der behandelnde Frauenarzt oder Frauenärztin vor Ort besprechen. VB