Mitglied inaktiv
Hallo, ich war gestern bei der Nackenfaltenmessung und zur Blutabnahme.Die NT Messung ergab eine Risikoabschätzung von 1:4300, jedoch waren meine Blutwerte 1:23, so dass ich ein Gesamtrisiko ( mit Alter 27 Jahre) von 1: 120 habe. Meine Blutwerte sind freies ß HCG 87,96 PAPP A 1,241 Können sie mir erklären, was genau an den Blutwerten abweichend ist?Mein Frauenarzt hat mit hierzu keine Auskunft gegeben. Wie kann es passieren, das NT und Blutuntersuchung so unterschiedlich sind? Können Blutwerte auch fehlerhaft sein ( Blut lag z. B. ne Stunde ohne Kühlung auf dem Tresen in der Praxis, ehe es fürs Labor abgeholt wurde) Würden sie eine FU für dringend erforderlich sehen? Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort
Hallo, die sehr komplexen Vorgänge, die Grundlage des Ersttrimesterscreenings sind, führen dazu, dass ein Außenstehender nur mit der Vorgabe fixer Werte alleine keine Interpretation der Situation vornehmen kann und sollte. Es ist aber auch der Grund, dass wir hier immer wieder betonen, ein dass es besonders darauf ankommt, sich die Einrichtung, in der diese Untersuchung durchgeführt, wird rechtzeitig gut auszuwählen. Dabei sollte das entscheidende Kriterium ganz sicher nicht der Preis sein! Sie sollte entsprechend qualifiziert sein, was auch heißt, dass vorher mindestens nach der Zertifizierung durch die Fetal-medicine-foundation in London gefragt wird, aber auch nach der Häufigkeit der Durchführung dieser Untersuchungsverfahren in der entsprechenden Einrichtung. Handelt es sich um eine spezielle Einrichtung für Pränataldiagnostik, ist von einer solchen Qualifikation erfahrungsgemäß auszugehen. Letztlich geht es ja auch darum, eine klare Aussage und Information zu den Ergebnissen und den Konsequenzen aus auffälligen Ergebnissen zu bekommen. Missinterpretationen oder falsche, klinische Konsequenzen sollten in jedem Fall vermieden werden. Und so sollte der Untersucher über die ihm zur Verfügung stehende Software anhand der Ultraschallwerte und Blutbefunde immer auch eine individuelle Risikoberechnung durchführen können. Wenn sich ein Risiko von 1:300 oder größer ergibt, sollte zum Ausschluss genetischer Störungen zu einer invasiven Diagnostik, wie der Amniozentese, geraten werden. Für den Fall, dass dann die Genetik unauffällig ist, wäre es ratsam, einen differenzierten Organultraschall zwischen 20. & 23. SSW in einer entsprechend qualifizierten Einrichtung für Pränataldiagnostik durchführen zu lassen, um unter anderem eine Herzfehlbildung auszuschließen. Sicher kann in einzelnen Fällen, wo es in einem Teil der Untersuchung (Nackentransparenzmessung oder biochemische Parameter) doch erhebliche Diskrepanzen gibt, davon abgewichen werden. Zu Veränderungen des freien ß-HCG und von PAPP-A ist folgendes anzumerken: Das PAPP_A im mütterlichen Serum steigt normalerweise mit zunehmendem Schwangerschaftsalter. Bei Trisomie 21-Schwangerschaften sind die Spiegel niedriger, aber die Differenz zwischen Trisomie 21 und normalen Schwangerschaften nimmt mit steigendem Schwangerschaftsalter ab. Das freie ß-hcg im mütterlichen Serum sinkt mit steigendem Schwangerschaftsalter nach der 10.SSW. Bei Trisomie 21- Schwangerschaften sind die Spiegel jedoch erhöht. Die Differenz zwischen diesen und normalen Schwangerschaften nimmt mit steigendem Schwangerschaftsalter zu. Wie hier nun am besten zu verfahren ist, besprechen Sie bitte mit den Experten vor Ort. VB
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