Mitglied inaktiv
Hallo, Ich war in der 23. SSW im Krankenhaus wegen starken Blutungen. Es wurde ein Hämatom an der Plazenta festgestellt. Hatte dann 4 Wochen strenge Bettruhe. Mittlerweile bin ich in der 32. Woche und das Hämatom ist fast abgebaut. Allerdings macht mein Arzt 10 tätgige Dopplerkontrollen und hat dabei jetzt auf beiden Seiten ein Notch festgestellt und dass das Baby etwas zu klein ist. Er meinte es wäre aber nicht besorgniserregend nur kontrollbedürftig. Kann es einen Zusammenhang zwischen dem Hämatom, einer nicht richtig arbeitenden Plazenta und diesem jetzigen Befund geben? Und ist in diesem Fall Schonung oder Bettruhe erforderlich? Vielen Dank für ihre Hilfe!
Hallo, wenn sich in der Dopplermessung der Blutgefäße in den Gefäßen, die die Gebärmutter versorgen (Arteria uterina) ein so genanntes notching oder ein erhöhter Widerstand zeigt, so kann dieses ein Hinweiszeichen auf ein erhöhtes Risiko (high risk) u.a. für eine Präeklampsie („Schwangerschaftsvergiftung“ oder auch „Gestose“) oder eine Wachstumsminderung (IUGR=intrauterine growth retardation) darstellen. Ein zahlenmäßiges Risiko können wir aber hier nicht benennen. Es geht hiervon nicht gleich eine Gefahr aus. Aber, es ist sinnvoll, über die Bedeutung zu sprechen und entsprechende Kontrollen zu veranlassen. Die körperliche Schonung kann die Durchblutungsverhältnisse verbessern und die Einnahme von Magnesium ist nachgewiesenermaßen in der Lage, hier vorbeugend zu wirken. Eine Gesamtprognose kann eigentlich am besten im Verlauf durch Ihre Frauenärztin/Frauenarzt oder den Ultraschallspezialisten/-spezialistin abgeben werden, um daraus dann die entsprechende Entscheidung abzuleiten, was das sinnvollste weitere Vorgehen denn ist. VB