Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Herr Dr. Bluni, ich habe von meiner Frauenärztin DET MS Tropflösung aufgeschrieben bekommen. Sollte mein Blutdruck zu niedrig sein, darf ich 15 Tropfen nehmen. Grund: ständiger Kopfdruck, das Gefühl keinen Sauerstoff im Kopf zu haben, Schwindel. Meine Frage: 1. Ab wann gilt Blutdruck als zu niedrig. Heute habe ich zum Beispiel 91 zu 56 gemessen. Puls um die 70. 2. In der Packungsbeilage steht, dass das Medikament nicht in den ersten drei Monaten der SS genommen werden sollte. Danach nur nach eindeutiger Indikation. Und im letzten Drittel der SS könnte es frühzeitige Wehen auslösen. Wie ernst ist das zu nehmen? Ich möchte es am liebsten nicht nehmen und die Kreislaufprobleme ignorieren. Ich bedanke mich und verbleibe mit freundlichen Grüßen Monika
hallo, wenn überhaupt, dann sollten entsprechende Tropfen (z.B. mit dem Wirkstoff Dihydroergotamin) nur im 2.+3. Schwangerschaftsdrittel gegeben werden und hier auch nur mit sehr strenger Indikation. Nicht gleich jeder niedrige Blutdruck ist mit Gefahren für das Ungeborene verbunden. Und es ist hier meist nicht ein fixer Wert, an dem man sich orientiert, sonder eher die Klinik Symptomatik, die die Schwangere bietet. Sofern es der Schwangeren unter einem niedrigen Blutdruck gut geht, sollte sie zunächst beruhigt sein. Werte, die deutlich unter 100 liegen und mit einer entsprechenden Symptomatik verbunden sind, wären bedenklich, sofern sie dauerhaft da sind und dieses sollte möglichst vermieden werden. Empfehlenswert sind bei entsprechenden Symptomen in erster Linie die reichliche Flüssigkeitsaufnahme 2,5-3 Liter am Tag! und in Extremfällen auch das Tragen von Kompressionsstrümpfen. Die Schwangerschaft per se bringt aber auch ohne eine Anämie oder niedrigen Blutdruck mit sich, dass viele Frauen schon recht früh viel eher erschöpft sind und über chronische Müdigkeit klagen, die nur schwer in den Griff zu bekommen ist. Was ist zu tun? Bei Abgeschlagenheit, Kreislaufproblemen und Müdigkeit, Kreislaufprobleme sollten natürlich zunächst mit dem behandelnden Arzt besprochen werden, hilft insbesondere die sportliche Aktivität zur Anregung des Kreislaufes. Von übermäßigem Genuss von Kaffee in der Schwangerschaft ist zur Anregung des Kreislaufs, gerade bei vermehrter Übelkeit, abzuraten. Die Aktivitäten müssen dabei nicht unbedingt Wettkampfbedingungen entsprechen, sondern es reichen hier schon leichte Übungen; sofern hierbei keine Beschwerden auftreten. Auch eine kalte Dusche oder Wechselduschen bringen den Kreislauf in Schwung und vertreiben die Müdigkeit. VB
Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Herr Dr. Bluni, ich bedanke mich für Ihre ausführliche Antwort und werde vesuchen meinen Kreislauf mit den von Ihnen genannten Möglichkeiten anzuregen. Mein Blutdruck ist in der vergangenen Woche beinahe konstant unter 100 gelegen. Der distolische Wert meist unter 60. Ich hoffe, ich bekomme meinen Kreislauf ohne etwaige Tropfen in den Griff. Mit freundlichen Grüßen, Monika