Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Depressive Verstimmung.....???

Frage: Depressive Verstimmung.....???

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Hallo Herr Doktor.. Ich bin im 15.SSW,es geht mir sehr gut.. Meine Frage lautet: am Anfang der SW, der ganze 2. Monat war ich wahrscheinlich duch Hormonelle Umstelung sehr schwer depressiv..-sehr schlechte psychische Verfasung (Inere Unruhe,sehr stark,suizid sogar)..Das hat ca. nur 1 Monat gedauert,seitdem geht es mir super und ich freue mich auf das Baby..Ich mache mir große Sorgen,ob ich dadurch meinem baby geschadet habe ???!!! Wie weit kriegt das Fötus in 2.Monat alles mit ? Ich mache mir Sorgen. Sonst mein F-Arzt mein, alles wäre in Ordnung..


Dr. med. Vincenzo Bluni

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hallo, bei Vorliegen von Depressionen sollte sollte die Frau sich sich in jedem Fall hier mit dem behandelnden Neurologen absprechen, denn im Falle einer behandlungsbedürftigen Depression sollte die Therapie während der Schwangerschaft fortgesetzt werden und die Frau sollte sich hier auch mit dem Neurologen über mögliche Verlaufskontrollen absprechen. Zur medikamentösen Behandlung der Depression in der Schwangerschaft kann man folgendes ausführen: Es können eine Reihe von Substanzen eingesetzt werden. Jedoch sollte die medikamentöse Behandlung zeitlich begrenzt werden, um teratogene und toxische Effekte zu vermeiden. Wenn möglich, sollten aber Antidepressiva in der Schwangerschaft und besonders im ersten Trimenon, also während der Organentwicklung, nur bei schweren Erkrankungen verordnet werden. Besonders empfehlenswert sind die nebenwirkungsärmeren Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (Citalopram, Fluvoxamin, Fluoxetin, Paroxetin, Sertralin). Die sogenannten MAO-Hemmer sind nach wie vor kontraindiziert. Was Neuroleptika anbelangt, so dürfen Butyrophenone während der Schwangerschaft verabreicht werden, ebenso sind Phenothiazine kaum teratogen. Bei Benzodiazepinen besteht eine relative Kontraindikation. Schlafmittel und Tranquilizer vom Benzodiazepin-Typ sollten während des ersten Trimenons gemieden werden und sollten zwei bis drei Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin nicht mehr verabreicht werden. Generell sollten in der Schwangerschaft nur bewährte und gut untersuchte Substanzen zur Behandlung der Depression eingesetzt werden. Dieses sollte dann mit dem behandelnden Arzt vor Ort besprochen werden. VB


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