Mitglied inaktiv
hallo in der schwangerschaft kann es ja hin und wieder zu stimmungsschwankungen kommen. seit 2 wochen wird das bei mir immer stärker und ich verfalle in depressionen. ich habe ängste und derbe zweifel die ich mir nicht erklären kann. hab meinen nächsten FA termin in 6 wochen. bin jetzt ca. in der 7 woche. ich bin echt verzweifelt und hab keine ahnung was ich machen soll. meine FA das erzählen?
hallo, 1.auch, wenn man(n) es kaum glauben mag, die Facetten der Veränderungen der Frau in der Schwangerschaft und im Wochenbett, können sehr vielgestaltig sein und sogar soweit reichen, dass man überzeugt ist, dass es ein grundsätzliches Problem vorliegt, was es aber meist nicht ist. Ganz wichtig ist der offene Austausch über die Gefühle, das Gespräch mit dem Frauenarzt oder Frauenärztin, aber auch die Bereitschaft des Partners, sich dessen anzunehmen. Diese emotionalen Veränderung führen in manchen Fällen eben auch zu einer gesteigerten Nervosität, einer geringeren Frustrationstoleranz und möglichen Überreaktionen Kindern oder dem Partner gegenüber. Mit der Muterrolle geht nun doch eine erhebliche Veränderung einher, die auch den Umgang mit solchen alltäglichen Stresssituationen nicht selten - zumindest temporär - verändert. Hier bedarf es manchmal einer recht langen Zeit bis die Frau sich in dieser neuen Rolle mit einer ganz anderen Beanspruchung, einem ganz anderen Tagesablauf, anderen Anforderungen in nicht unerheblichem Maße zurechtfindet und merkt, dass man hier auch entsprechend reagieren sollte. Erfahrungsgemäß legt sich dieses Problem nach der Entbindung oder auch nach dem Wochenbett. Der Tipp wäre in dem Fall, sich dessen erst mal bewusst zu werden, darüber zu sprechen und dann den Tagesablauf vielleicht umzugestalten, zu versuchen, in bestimmten Situationen anders zu reagieren. Dazu bedarf es manchmal eines richtigen Kampfes mit sich selbst. Autogenes Training kann dabei helfen, solche Situationen besser zu meistern. 2.eine gewisse Antriebslosigkeit und Abgeschlagenheit ist sicher keine untypische Erscheinung, da mit der Muterrolle doch eine erhebliche Veränderung einhergeht, die auch nicht nur auf hormonelle Umstellungen oder eine eventuelle Blutarmut zurückzuführen ist. Dieses ist meist ein sehr komplexes Geschehen, bei dem neben den Abläufen der Geburt auch psychosoziale Gründe eine erhebliche Rolle spielen, auch, wenn dieses für die Betroffen nicht primär so zu sein scheint. Allerdings sollte hier auch immer mit der betreuenden Ärztin/Arzt geprochen werden, da die Abgrenzung gegenüber einer Depression schwierig sein kann und die Übergänge hier fließend sein können, was die Diagnose manchmal erschwert. Inwiefern hier für Ihre persönliche Situation eine Mitbehandlung durch einen Psychotherapeuten sinnvoll oder notwendig ist, kann sicher Ihre behandelnde Frauenärztin/Frauenarzt klären. VB
Mitglied inaktiv
das hatte ich auch, (bin jetzt in der 36 woche )es lässt langsam nach obwohl ich zugeben muss das ich schon fast beim Seelsorger war.Dem Frauenarzt würde ich es auf jeden Fall sagen den du bist nicht die Einsigste die so was hat und schämen brauchst du dich auch nicht.Ich habe z.B.bei meiner Hebamme mich ausgeweint und um Hilfe gebete.