Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Depressionen?

Frage: Depressionen?

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Hallo! Ich bin in der 16. Woche schwanger und habe bis vor zwei Wochen gedacht ich leide an den typischen Schwangerschaftsbeschwerden. Aber es wird mit einer Sache immer schlimmer. Ich schlafe den ganzen Tag. D. h. ich bringe meinen Sohn morgens in den Kindergarten und fahre dann wieder nach Hause. Ich muss aber mit dem Bus fahren, da ich auf Grund meiner Müdigkeit nicht mehr Auto fahren kann. Wenn ich zu Hause bin lege ich mcih sofort wieder hin. Und schlafe wirklich bis abends. Ab und zu wache ich zwar wieder auf stehe aber nicht auf. Mein MAnn muss meinen Sohn dann abends abholen und wenn er nach HAuse kommt muss er Essen kochen und den HAushalt machen, da ich nicht in der Lage dazu bin. Er nimmt es noch alles so hin, aber ich weiß nicht wie lange noch. Wenn ich dann mal aufstehe habe ich keine Lust irgendetwas zu machen. Ich kann mich um nicht kümmern und habe nicht mal Lust mitt meinem Mann zu schlafen. Da ich den ganzen Tag im Bett liege habe ich innerhalb von zwei Wochen fünf Kilo abgenommen. Mein Frauenarzt macht ssich große Sorgen und will das weiter beobachten. Was meinen Sie dazu? Sind das Anzeichen von Schwangerschaftsdepressionen? lg sandra


Dr. med. Vincenzo Bluni

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liebe Sandra, auch, wenn man(n) es kaum glauben mag, die Facetten der Veränderungen der Frau in der Schwangerschaft und im Wochenbett, können sehr vielgestaltig sein und sogar soweit reichen, dass man überzeugt ist, dass es ein grundsätzliches Problem vorliegt, was es aber meist nicht ist. Ganz wichtig ist der offene Austausch über die Gefühle, das Gespräch mit dem Frauenarzt oder Frauenärztin, aber auch die Bereitschaft des Partners, sich dessen anzunehmen. Mit der Mutterrolle geht nun doch eine erhebliche Veränderung einher, die auch den Umgang mit solchen alltäglichen Stresssituationen nicht selten - zumindest temporär - verändert. Hier bedarf es manchmal einer recht langen Zeit bis die Frau sich in dieser neuen Rolle mit einer ganz anderen Beanspruchung, einem ganz anderen Tagesablauf, anderen Anforderungen in nicht unerheblichem Maße zurechtfindet und merkt, dass man hier auch entsprechend reagieren sollte. Da der Übergang von einer Antriebslosigkeit zu Depressionen fließend sein kann, dieses auch schon mal ids auftrin der Schwangerschaft kann, ist es sicher zu empfehlen, sich hier vertrauensvoll an den Frauenarzt oder Frauenärztin zu wenden und zu besprechen, ob nicht doch professionelle Hilfe notwendig ist oder dieses nur als temporäre Erscheinung zu beurteilen ist. VB


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