Mitglied inaktiv
Ich bin Mitte dreißig, habe seit 2 1/2 Jahren die Hormonspirale und unter dieser immer sehr starke und lange Blutungen gehabt. Innerhalb eines halben Jahres zwei Aus- schabungen gehabt (Spirale wurde nach der Abrasio wieder eingesetzt). Auch dies hat leider keinen Erfolg gezeigt. Zwischenzeitlich habe ich 2 Monate die Miranova genommen und zum momentanen Zeitpunkt nehme ich zusätzlich zur Spirale noch für drei Monate die Cerazette. Ich kann und will nicht mehr. Welche therapeutischen Möglichkeiten gibt es noch, denn mittlerweile redet meine FÄ schon von einer Hysterektomie!
liebe Mrs Meisje, 1.im Gefolge einer Spiraleneinlage (auch der Mirena) kann es schon noch einige Zeit (sogar Monate) leicht bluten und dann auch mal leichte Unterbauchbeschwerden erzeugen. Hier ist dann seitens des behandelnden Frauenarztes oder Frauenärztin zu klären, ob man dieses so als "normal" einstufen kann, was wohl meist der Fall ist. Und dann sollte man bei unauffälligem Untersuchungsbefund die Frau beruhigen, dass sich dieses in der Regel nach einigen Monaten gibt. Dass dieses über 1,5 Jahre anhält, ist sehr ungewöhnlich. In einigen Fällen kann es schon mal notwendig werden, über einige Monate zur Zyklusstabilisierung eine Pille zu verabreichen, wenn dieses möglich ist. Diese ist dann viel eher in der Lage, das Zyklusgeschehen zu stabilisieren, als einen Minipille. Vielleicht kann es auch mal sinnvoll sein, eine nicht ganz niedrig dosierte Pille (z.B. mit 30 µg Östrogenanteil) über 2-4 Monate ohne Pause einzunehmen. Denn, sofern sogar zwischenzeitlich eine Ausschabung nichts besonderes ergeben hat (was im Übrigen auch in aller Regel nicht zu erwarten ist), kann sicherlich auch über andere Ursachen, wie Schilddrüsenfunktionsstörungen und Stressfaktoren gesprochen werden. Sofern sich hier nichts ergibt, der Versuch mit der Pille keinen Erfolg erbringt, ist es sicher nicht falsch, sich über andere Maßnahmen Gedanken zu machen. Hier wird man aber kaum die Entfernung der Gebärmutter nahelegen. Von dieser Maßnahme sollte - wenn überhaupt - nur in ganz besonderen Fällen Gebrauch gemacht werden, wenn eben keine anderen Möglichkeiten mehr vorhanden sind und medizinische Gründe dieses Vorgehen als legitm ansehen. VB VB