Mitglied inaktiv
Hallo, bei der Geburt meines Sohnes vor 2 Jahren (Zangengeburt) hatte ich leider einen Dammriss 3. Grades. Er ist zum Glück gut verheilt und ich hatte keine Probleme damit. Die schmerzhafte Zeit nach der Geburt ist mir aber sehr in Erinnerung geblieben. Nun bin ich zum 2. mal schwanger (35. SSW) und die bevorstehende Geburt beschäftigt mich doch ziemlich. Ich habe Angst davor, daß die alte Narbe aufgeht und ich wieder so einen großen Riss habe. Ich möchte diesmal bei meiner Hebamme entbinden (Praxis), bei ihr fühle ich mich gut aufgehoben. Sie kennt natürlich meine Geschichte und wird darauf besonders Rücksicht nehmen aber ich denke, völlig verhindern kann sie nicht. Im KH wurde mir gesagt, daß in meinem Fall wahrscheinlich ein vorsorglicher Dammschnitt gemacht werden würde um so einer verletztung vorzubeugen. Das will ich aber auf keinen Fall. Wie ist Ihre Erfahrung bei der 2. Geburt wenn bei der 1. eine Verletzung dieser Art entstanden ist? Würden Sie Damm-Massage und Heublumenbäder empfehlen? Vielen Dank schon mal für Ihre Antwort! LG Doro
liebe Doro, auch wenn die Ängste vor/nach einem derartigen traumatischen Ereignis verständlich sind, so ist es nicht selbstverständlich, dass in jedem Fall (wieder) ein Schnitt notwendig wird oder dass das Gewebe reißt. Hier sollte schon im Vorfeld mit der Entbindungsabteilung über Ihre Ängste und das mögliche Vorgehen unter der Geburt sprechen, insbesondere, dass darauf geachtet wird, dass bei Notwendigkeit zum Nähen auch die entsprechende Betäubung vorliegt. Zu der Frage, ob Dammschnitt oder Dammriss besser für die Heilung sind, kann man folgendes sagen: Mittlerweile belegen viele Studien, dass eine Zurückhaltung gegenüber einem Dammschnitt in der Lage ist, vielerlei Komplikationen, die dadurch bedingt sind (auch Dammrisse 3. + 4. Grades) zu verhindern. Auch, wenn es heute immer noch viele Vertreter gibt, die vom Gegenteil überzeugt sind. Wenn möglich, sollte man wohl nach meiner Meinung einen Schnitt vermeiden und einen guten Dammschutz machen. Hier sollten Sie sich auch genau über das Prozedere in der Entbindungsklinik erkundigen. Nicht zuletzt, um etwaige Probleme zu verhindern. Aber jeder Geburtshelfer weiß: das klappt nicht immer und wenn es extrem reißt, ist es eine wahre "Freude" für den Geburtshelfer, dieses in einer langen Prozedur zu nähen und für die Frau, sich damit auseinanderzusetzen. Beides kann im Nachhinein zu Beschwerden führen. Die Frage, ob in einer Hebammenpraxis oder einem Geburtshaus, anstatt in einer Klinik entbunden wird, sollte sicher mit dem behandelnden Frauenarzt oder Frauenärztin besprochen werden. 2.Die Berichte zur Dammmassage sind hier in ihrer Aussage nicht einheitlich, was die Bedeutung der Dammmassage in der Prävention eines Dammrisses- oder schnitts angeht. So wird von einigen dennoch das Massieren des Damms mit diversen Ölen vor der Geburt als sinnvoll angesehen. Darüber hinaus gibt es auch einen Ballon, mit dem der Damm vorher gedehnt werden kann. Die Schwangere kann mit der Dammmassage in etwa 6 Wochen vor dem Entbindungstermin beginnen. Hierbei wird das Gewebe zwischen hinterer Scheidenwand After kräftig massiert und gedehnt. Dieses führt dazu, dass es weich, geschmeidig und dehnfähig wird. Weitere Details können sie von unserer Hebamme bei Rund-ums-baby.de, Frau Höfel, erfahren. http://www.rund-ums-baby.de/hebamme/mebboard.php3 VB
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