Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Herr Dr. Karle, ab heute bin ich in der 16. SSW und meine 2. Corona-Impfung war Ende Mai letzten Jahres. Ich hatte bereits 4 Fehlgeburten und diese Schwangerschaft ist mit einer ICSI entstanden. Dies ist höchstwahrscheinlich meine letzte Chance, ein Kind zu bekommen. Dementsprechend groß ist die Angst, dass eine Corona-Impfung eine Fehlgeburt auslösen könnte. Hier im Forum und auch in anderen Foren liest man von Frauen, die angeblich auch noch in der fortgeschrittenen Schwangerschaft (im 2. und 3. Trimester) nach der Impfung Komplikationen (Blutungen/Fehlgeburten usw.) erlitten haben. Auch sollen nach deren Schilderung Ärzte und Hebammen von einer Impfung abgeraten haben. Welche Motivation sollten Ärzte haben, sich nicht auf Fakten zu stützen und eine Impfung abzulehnen? Einige Ärzte sollen auch zur Impfung nach der 20. Woche raten. Ich bin sehr verwirrt, ob man diesen Schilderungen Glauben schenken soll. Wie ist Ihre Einschätzung? Freundliche Grüße
Guten Tag, ich finde es ebenfalls äußerst fraglich und hochgradig unprofessionell, wenn Ärzte oder auch Hebammen von einer Impfung aktiv abraten. Aus meiner Sicht und Erfahrung (ich impfe fast alle Schwangeren ab der 14. SSW) wird die Impfung von Schwangeren sehr gut vertragen und ein Fehlbildungs- oder Abortrisiko ist nicht erkennbar erhöht. Alles Gute wünscht Ihnen. Dr. Christian Karle
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