Mitglied inaktiv
Guten Tag, ich habe aus Versehen eine halbe Wasserflasche von jemand anderem ausgetrunken, er hat die erste Hälfte direkt aus dieser Flasche getrunken, ich dann die zweite. Diese Flasche stand nachdem er zuletzt getrunken hatte ca. 2 Minuten zugeschraubt herum. Diese Person hat viel Kontakt zu kleineren Kindern unter 3 Jahren, die jedoch mit dieser Flasche nicht in Berührung kamen. Kann ich mich dadurch mit CMV infiziert haben? Wie hoch schätzen SIe die Wahrscheinlichkeit ein? Ich bin CMV negativ und momentan in der 11. SSW. eine CMV-Status-Kontrolle ist in der 24.SSW geplant. Mein Gynäkologe strebte nach dem negativ-Status zu Beginn der Schwangerschaft überhaupt keine Kontrollen an, da ich nicht mit Kindern oder Kranken arbeite, sagte dann aber doch, dass er in der 24. SSW eine machen wolle. Mir kommt der Zeitraum jedoch sehr lang vor, da ich ja erst ende des ersten Trimesters bin. Würde ich im Falle einer Ansteckung gestern mein Kind infizieren, wäre eine Kontrolle in 13 Wochen dann nicht zu spät, so dass Schäden dann bereits entstanden sein könnten? Wie lange überlebt das CMV Virus außerhalb des Körpers in den Flüssigkeiten? Vielen lieben Dank für Ihre Antwort.
Hallo, 1. eine schwangere Frau sollte nicht meinen, sie müsste sich mit Bekanntwerden der Schwangerschaft komplett von der Außenwelt abkapseln, um sich dann nur noch zur Geburt des Kindes rufen zu lassen, da ja da draußen eine Menge potentieller Gefahren vorhanden ist. Leider werden derartige Vorstellungen in zunehmendem Maße durch Veröffentlichungen in allen möglichen Medien und den selbsternannten Expertinnen mehr als geschürt. Und so erleben wir gerade in unserem Land eine - gelinde ausgedrückt - gewisse Form der Hysterie im Hinblick auf potentielle Infektionsquellen in der Umwelt. Dieses bestätigen auch Ihre Ausführungen, die meines Erachtens doch „etwas“ überzogen sind. Ohne, dass ich die Bedeutung solchen Infektion in der Schwangerschaft verharmlosen möchte, können wir für die genannte Situation keine Wahrscheinlichkeiten einer Infektion benennen. Bitte sprechen Sie sich aus diesem Grund zum weiteren Vorgehen mit Ihrer behandelnden Frauenärztin/Frauenarzt ab. 2. eine Wahrscheinlichkeit für eine Infektion können wir für solch hypothetische Situationen grundsätzlich nicht benennen. 3. Aufwand und Nutzen eines allgemeinen serologischen Zytomegaliescreenings in der Schwangerschaft zur Erfassung von asymptomatischen mütterlichen Infektionen stehen nach Meinung der meisten Experten auf diesem Gebiet in keinem vernünftigen Verhältnis. Die Interpretation der Serologie bezüglich des Risikos der kindlichen Gefährdung auch nach Einbeziehung der pränatalen Diagnostik bleibt schwierig und eine wirksame prophylaktische Maßnahme außer der Kontaktvermeidung zur Reduzierung des kindlichen Risikos stehen nicht zur Verfügung. Zu Recht ist deshalb ein solches Screening in den Mutterschaftsrichtlinien nicht vorgesehen. Eine vorherige Testung macht insofern wenig Sinn, als es eben zu Reaktivierungen kommen kann. VB
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