Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Chlamydien und wenig Bauch

Frage: Chlamydien und wenig Bauch

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Hallo,meine Hebamme hat mir heute mitgeteil das ich Ch. hab,ich bin wirklich geschockt,weder ich noch mein Mann haben anere Partner seit wir uns kennen,in der ersten SS hat ich nichts,was für andere Wege gibt es zur Ansteckung. Das andere,ich bin jetzt in der 20 SSw eigentlich wollte ich kein 2 US machen lassen,ich hab viel gehört das es nicht bewisen ist,dass Ultraschall keine negativen Answirkungen hat,aber ich hab einen sehr kleine Schwangerschaftsbauch.Kann es ein Zeichen für verzögerte Entwicklung sein(ich hab 2kg zugenommen wiege aber 72kg bei 1,60),bei 12 SSw war alles ok.Kann es mit der Infektion zusammenhängen? vielen dank für eine Antwort Sylvia


Dr. med. Vincenzo Bluni

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hallo, da diese Keime zum Teil schwer nachzuweisen sind, kann es auch gut sein, dass die Frau oder der Mann diese Keime schon länger hatte, ohne, dass sich Symptome zeigten. Die Behandlung und deren Erfolgskontrolle bei der Frau ist in jedem Fall ratsam, sinnvoll und bedenkenlos durchführbar. Infolge Chlamydien werden Kinder nicht geschädigt. Wichtig ist aber eine Mitbehandlung des Partners, um einen Erfolg zu garantieren. Und dieses auch dann, wenn er symptomfrei ist. Zu den Chlamydien und ihre Bedeutung hier noch ein paar Anmerkungen: Die Chlamydien sind kokkenartige Bakterien, die früher zu den "großen Viren" gerechnet wurden, weil sie als Zellparasiten in den Zellen leben und mit 200-400 nm sehr klein sind. Gegen die Zugehörigkeit zu den Viren spricht allerdings ihr eigener Stoffwechsel (den Viren nicht haben). Normalerweise werden Chlamydien-Infektionen zu den Geschlechtskrankheiten gezählt. Einige Arten können die Gewebe der Atemwege befallen, sie sind die Erreger von Lymphogranuloma inguinale, Trachom und Einschluß-Konjunktivitis (Schwimmbad-Konjunktivitis). Gefürchtet sind außerdem die Papageienkrankheit (C.ornithosis beziehungsweise psittaci), möglicherweise auch eine Form der Katzenseuche. Die Infektion mit Chlamydien ist die zweithäufigste sexuell übertragbare Krankheit weltweit. Es gibt verschiedene Arten dieser Bakterien. Verantwortlich für Infektionen des Harnwegs- und Geschlechtstraktes sowie eines neugeborenen Kindes ist Chlamydia trachomatis. Eine Infektion verläuft häufig ohne Beschwerden. Deshalb kann sie leicht auch unerkannt sexuell übertragen werden. Die Folgeschäden, die aus einer solchen unerkannten und somit unbehandelten Infektion entstehen können, sind jedoch erheblich. Bei Frauen kann es zu Harnwegs-, Gebärmutterschleimhaut- und Eileiterentzündungen kommen. Bei Männern kann die Entzündung Harnleiter, Prostata und Nebenhoden betreffen. Die Infektion mit Chlamydien ist heute die häufigste Ursache für infektionsbedingte Sterilität bei der Frau und beim Mann. Eine Infektion kann sich bei beiden Geschlechtern auch durch Gelenk-, Augenschleimhaut- und Enddarmentzündungen bemerkbar machen. Da es in der Schwangerschaft zu mütterlichen und kindlichen Infektionen kommen kann, wird seit 1995 jede Schwangere im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen auf Chlamydien untersucht. Im Falle einer Schwangerschaft können diese Keime zu einem vorzeitigem Blasensprung führen und das Frühgeburtsrisiko erhöhen. Unter der Geburt können Sie zu einer Ansteckung beim Neugeborenen mit Augenentzündung, Atemstörungen und Lungenentzündung führen. Dennoch sollte die Frau sich bei Nachweis dieser Keime hier nicht zu große Sorgen machen. Gerade bei den Chlamydien ist ganz früh nicht mit irgendwelchen Folgen zu rechnen. Die antibiotische Behandlung ist für das Kind unbedenklich. Es gibt bis heute keine Studien, die zeigen würden, dass der diagnostische Ultraschall in der Schwangerschaft negative Auswirkungen hätte. Insofern wäre der Frau schon anzuraten, den zweiten Ultraschall wahrzunehmen, da mit der Kontrolle des Höhenstandes der Gebärmutter allein, manche Wachstumsminderungen übersehen werden. VB


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