Mitglied inaktiv
Guten Tag, Ich bin zwar erst 23 Jahre und habe 2 problemlose Schwangerschaften hinter mir und gesunde Kinder, aber trotzdem habe ich Angst vor Brustkrebs bzw. Gebärmutterkrebs. Meine Mutter hatte nämlich im Alter von 37 Jahren einen gutartigen Knoten an der Gebärmutter. Weiters sind bei mir mütterlicher seits viele Krebserkrankungen. Soviel ich weiß wird Brustkrebsdiagnostiezierung erst ab 35 od. 40 Jahren angeboten? Und wie sieht es mit Gebärmutterkrebs aus? Ich danke Ihnen im voraus, Dagmar
hallo, sofern bei der Frau keine Angehörige ersten Grades (Mutter oder Schwester) an Brustkrebs erkrankt ist, wäre ihr individuelles Brustkrebsrisiko praktisch nicht erhöht. Eine noch junge Frau sollte man hier immer beruhigen, auch wenn im Moment viele wegen der Tumorerkrankung der Sängerin Anastacia beunruhigt sind. Das sonstige zahlenmäßige Risiko für eine 23jährige kann wie folgt beschrieben werden: Für die Altersgruppe 20 bis 29 Jahre : Anzahl der Frauen, bei denen in der jeweiligen Altersgruppe Brustkrebs diagnostiziert wird pro 100.000 Frauen: = 46 oder 1 von 2169!!. Es ist also als sehr gering einzustufen. Eine regelmäßige Mammographie, solange die Frau noch nicht Mitte 40 oder 50 Jahre alt ist würde eigentlich nicht berechtigt sein. Jedoch gibt es hier sehr unterschiedliche Auffassungen. Sehr ausführlich und objektiv kann die Frau sich auf der Seite http://www.mammographie-screening-online.de/ informieren. Sicher ist es ratsam, mit dem behandelnden Frauenarzt oder Frauenärztin darüber zu sprechen, wie man bei einer jungen Frau die Früherkennung optimal gestalten kann und hier muss man in jedem Fall auch der Ultraschall der Brust erwähnt werden. HInsichtlich Gebärmutterhalskrebsrisiko ist es in aller Regel ausreichend, die Frau auf die Wahrnehmung der üblichen Abstrichkontrollen zu verweisen. Hiermit ist man in der Lage die meisten Frühveränderungen zu erkennen und auch zu therapieren. VB VB
Mitglied inaktiv
Hallo, Deine Krebsangst ist übertrieben. Ein gutartiger Knoten bei der Mutter hat keinerlei erhöhtes Gebärmutterkrebsrisiko bei Dir selbst zur Folge. Jede zweite oder dritte Frau hat Myome (gutartige Geschwulste in der Gebärmutter), oft unbemerkt. Ich selbst hatte schon zwei und kenne kaum eine Frau im Bekanntenkreis, die keine hat. Oft werden sie erst bei einem Kaiserschnitt oder im Rahmen einer Bauchspiegelung zufällig gefunden. Solche gutartigen Veränderungen haben rein gar nichts mit Krebs zu tun, auch wenn Deine Mutter offenbar damals sehr erschrocken war. Gebärmutterkrebs ist übrigens nicht so häufig. Wahrscheinlich meinst Du nicht Gebärmutterkrebs, sondern GebärmutterHALSkrebs (Krebs am Muttermund). Um diese relativ häufige Krebsart rechtzeitig zu erkennen, wird auch schon bei jungen Frauen regelmäßig ein Zellabstrich gemacht, auch bei Dir wurde das (vor allem in den Schwangerschaften) ganz sicher schon gemacht, ohne dass Du es groß mitbekommen hast (ist das Ergebnis okay, hört man nix weiter vom Arzt). Gegen Brustkrebs kannst Du Dich selbst besser schützen als jeder Arzt: Taste in jedem Zyklus kurz NACH der Regel Deine Brust mit zwei Fingern im Uhrzeigersinn ab. Die allermeisten gut- und bösartigen Knötchen werden von den Frauen auf diese Weise selbst entdeckt, nicht vom Arzt. Um Dein Krebsrisiko zu senken, kannst Du auf gesunde, vollwertige Ernährung achten (wenig Fleischkonsum, wenig tierische Fette, dafür viele Pflanzenöle, Ballaststoffe, Vollkornprodukte etc.). Krebs hat sehr viel mit der Lebensweise und mit der Ernährung zu tun. Ansonsten solltest Du Dir nicht das Leben mit übertriebenen Krebsängsten belasten, das ist ganz unnötig. Von einer echten familiären Vorbelastung spricht man vor allem, wenn die eigene Mutter bereits in recht jungen Jahren Brust- oder Gebärmutterhalskrebs hatte, was ja nicht der Fall war. Liebe Grüße und bleib cool, huh? :-) Astrid