Mitglied inaktiv
Hallo, ich habe eine Frage: Ich möchte schwanger werden, nehme aber Venostasin redard eigentlich regelmäßig,da ich in beiden Beinen ein Lymphödem habe und auch Lipödem und eine Minidosis von Amineurin 25 (Mini-dosis: ca. 1/2 Tablette abends vor dem Schlafen gehen). Kann ich diese Medikamente soweit weiternehmen? Denn ich ja die erste Zeit immer nicht ob ich nun schwanger bin oder nicht. Denn ich möchte auf die Medikamente nicht verzichten, falls es mit der Schwangerschaft so schnell nicht klappt. Oder muß ich bei Wunsch auf ein weiteres Kind diese sofort absetzen. Ich warte nämlich im Moment in den nächsten Tagen auf meine Periode und ich habe Angst,daß falls ich Schwanger bin, das dem Kind schadet, da ich ja diese Medikamente weiterhin genommen habe. Ich bitte Sie um eine schnellen Rat. Denn ich denke den ganzen Tag nur daran und das belastet mich sehr. Ich danke Ihnen schonm mals im Voraus. Gruß Stephi
hallo Stephi, so, wie ich sehe, habe ich Ihnen diese Fragen schon einmal am 29.4. beantwortet. Gerne schreibe ich dazu aber noch einmal etwas. Meines Wissens gibt es keine ausreichenden DAten zur Sicherheit von Venostasin in der Schwangerschaft. Insofern ist hier sicher Zurückhaltung zu empfehlen. Sinnvoller ist es dann über prophylaktische Maßnahmen und Kompressionsstrümpfe nachzudenken: Ausreichende Bewegung; übermäßige stehende oder sitzende Tätigkeiten vermeiden -Schwimmen im warmen Wasser -Übermäßige Wärmezufuhr vermeiden -täglich kalte Schenkelgüsse zum Venentraining -Regelmäßiges Hochlagern der Beine mit entsprechenden Ruhephasen -Kompressionsstrümpfe bei Schwellung oder beginnender Krampfaderbildung 2.bei Vorliegen von Depressionen ist es in jedem Fall ratsam mit dem behandelnden Therapeuten/Therapeutin zu sprechen, denn eine behandlungsbedürftigen Depression sollte während der Schwangerschaft fortgesetzt werden. Zur medikamentösen Behandlung der Depression in der Schwangerschaft kann man folgendes ausführen: Es können eine Reihe von Substanzen eingesetzt werden. Jedoch sollte die medikamentöse Behandlung zeitlich begrenzt werden, um teratogene und toxische Effekte zu vermeiden. Wenn möglich, sollten aber Antidepressiva in der Schwangerschaft und besonders im ersten Trimenon, also während der Organentwicklung, nur bei schweren Erkrankungen verordnet werden. Auf Grund der aktuellen Datenlage (Empfehlungen der amerikanischen Aufsichtsbehörde, FDA) sollte bei Diagnose einer Schwangerschaft in einer laufenden Therapie mit dem Wirkstoff Paroxetin, die Therapie umgestellt werden. Und bis zum Vorliegen neuer Sicherheitsdaten ist Patientinnen, die eine Schwangerschaft beabsichtigen oder im 1 Trimenon schwanger sind, von einer Behandlung mit Paroxetin abzuraten. Was Neuroleptika anbelangt, so dürfen Butyrophenone während der Schwangerschaft verabreicht werden, ebenso sind Phenothiazine kaum teratogen. Bei Benzodiazepinen besteht eine relative Kontraindikation. Schlafmittel und Tranquilizer vom Benzodiazepin-Typ sollten während des ersten Trimenons gemieden werden und sollten zwei bis drei Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin nicht mehr verabreicht werden. Generell sind in der Schwangerschaft nur bewährte und gut untersuchte Substanzen zur Behandlung der Depression zu empfehlen. Dieses sollte dann mit dem behandelnden Arzt vor Ort besprochen werden. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich doch bitte an unseren Experten für Medikamente in der Schwangerschaft, Herrn Dr. Paulus. Er hat übrigens hier bei rund-ums baby.de auch ein Forum zu solchen Fragen. Die Adresse ist http://www.rund-ums-baby.de/med_schwangerschaft/ VB