Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Blutungen während der Schwangerschaft

Frage: Blutungen während der Schwangerschaft

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Hallo, ich habe jetzt in der Frühschwangerschaft (4./5. Woche) mal mehr, mal weniger Blutungen (hellrot bis bräunlich) wegen vorangegangener Gelbkörperschwäche. Letzte Woche sagte meine Ärztin, dass das nicht schlimm sei, hat mir jedoch auch nichts verschrieben. Heute morgen war ich wegen stärkerer Blutungen wieder bei ihr, es war eine (noch) kleine Fruchthöhle zu sehen. Jetzt hat sie mir Utrogest zur Unterstützung gegeben, ich soll davon abends sechs Stück einführen (da ich schon zwei Kinder habe, eben nur abends). Wie stehen denn aus Ihrer Sicht die Chancen, dass ich keinen Abort haben werde? Oder ist das vielleicht schon abgeblutet? Würde die Fruchthöhle mit abbluten oder müsste ich eine Ausschabung vornehmen lassen, falls die Fruchthöhle leer bleiben sollte? Meine Ärztin meinte, es wäre noch nichts verloren, was meinen Sie? Oder habe ich nachher aufgrund der jetzigen Schwierigkeiten womöglich ein behindertes Kind? Ich habe Angst, dass ich es verliere und bin ziemlich durcheinander! Danke für Ihre Antwort! GLG Zwei-Fach-Mami


Dr. med. Vincenzo Bluni

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hallo, auch wenn eine solche Blutung ein Warnzeichen ist und ein Hinweis für Fehlgeburtsbestrebungen, wird eine solche Blutung nicht zwangsläufig in einer Fehlgeburt enden. Die Ursache ist nicht immer eindeutig. Es können hormonelle Gründe oder plötzliche Blutungen zwischen der Eihaut und der Gebärmutter die Ursache sein. Es kann aber auch nur vom Muttermund her bluten. Andererseits gibt es kindliche Ursachen, wie eine nicht reguläre Entwicklung auf Grund genetischer Störungen, die dann häufig in einer Fehlgeburt enden können. Bei auftretenden Blutungen wird der behandelnde Frauenarzt oder Frauenärztin den Befund kontrollieren und sofern hierbei keine Besonderheiten nachweisbar sind, die Schwangerschaft vital ist, wird bei Blutungen in der frühen Schwangerschaft bis etwa zum Ende des vierten Monats der Frau empfohlen, sich zu körperlich zu schonen, auf Sport und Verkehr zu verzichten und ggf. prophylaktisch Magnesium einzunehmen. Für die Effektivität eines Gelbkörperhormons in dieser Situation gibt es bis heute keine ausreichend gesicherten Daten. VB


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