Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Blutungen und Krankschreibung

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Frage: Blutungen und Krankschreibung

FrauStorch

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Hallo Dr. Bluni, Ich bin in der 9. SSW und habe seit der 7. SSW mit Blutungen zu tun. Ich war nach dem ersten Mal eine Woche krank geschrieben, hab mich geschont (Progestan und Magnesium nehme ich eh schon) und bin danach die Woche wieder arbeiten weil meine Ärztin dies empfahl (die Blutungen hielten nur 1 Tag an). Nach 4 Tage arbeiten kamen die Blutungen (frisches rotes Blut mit Krämpfen) wieder. Ich war jedes Mal zum US und nie konnte eine Ursache gefunden werden, kein Hämatom oder so. Ich bin aufgrund der erneuten Blutungen wieder eine weitere Woche krank geschrieben worden und hatte danach noch leichte Schmierblutungen, zuletzt gestern Abend. Ich bat meine Ärztin um eine zweite Woche Krankschreibung weil ich mir echt Sorgen machte dass die Blutungen wieder kommen. Sie machte es nur widerwillig. Ich soll die nächste Woche mehr Belastung versuchen und übernächste Woche wieder arbeiten gehen. Das mache ich gerne (ich mag meine Arbeit) wenn die Blutungen wegbleiben. Wie gehen Sie in einem solchen Fall vor? Ich hatte den Eindruck, dass meine FA denkt, dass ich übertreibe und mich "anstelle", ich bin auch besorgt, aber ich gebe keine falsche Angaben an! Meine Besorgnis beruht auf meiner vorherigen FG und der Tatsache, dass wir nur mit starker hormoneller Unterstützung in der KiWu und langer Wartezeit schwanger wurden und eine erneute FG für uns eine erneute lange KiWu Zeit mit Behandlung bedeuten würde. Dazu kommt noch, dass meine FA meinte, dass der emryonale Herzschlag zwischenzeitlich etwas zu langsam wirkte. Sie gab uns jetzt Entwarnung, da es sich wohl wieder normalisiert hat, aber es gab ihr zuvor wohl zu denken. Was empfehlen Sie bei wiederkehrenden Blutungen? Wie lange sollte man sich schonen? Sollte ich trotz wiederkehrenden Blutungen (auch Schmierblutungen) arbeiten gehen (wenn wir mal annehmen, dass sie wiederkommen sollten?) Vielen Dank!


Dr. med. Vincenzo Bluni

Dr. med. Vincenzo Bluni

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Hallo, prinzipiell ist es sicherlich so, dass der Verlauf zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht beeinflusst werden kann. Dennoch empfehlen wir in Deutschland in den ersten Wochen im Fall einer Blutung die körperliche Schonung mit Verzicht auf anstrengende Tätigkeiten, Sport und Verkehr und die Einnahme von Magnesium. In den meisten anderen Ländern dieser Welt werden solche Empfehlungen überhaupt nicht ausgesprochen. Insofern ist das Vorgehen bei uns sicherlich ein gewisser Kompromiss, der eben auch die Ängste und psychische Situation der Schwangeren berücksichtigt. Besprechen Sie also bitte die Frage noch einmal individuell mit der Frauenärztin/Frauenarzt. Viele Grüße VB


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