Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Herr Dr. Bluni, ich möchte Ihr Forum nutzen, um Ihnen ein paar Fragen zu stellen. Ich bin in der 34. SSW. Vor zwei Tagen war ich beim FA zum Ultraschall, und dort hat er festgestellt, dass das Baby mit dem Kopf nach oben liegt. Ab welcher Woche muss ich mir Sorgen machen, das Baby evtl. mit Kaiserschnitt bekommen zu müssen? Und wann wäre dann der geeignete Termin zu einem Kaiserschnitt? Ich habe Eisenmangel und nehme Ferro Sanol dagegen. In letzter Zeit aber sind massive Darmschmerzen aufgetreten, Verstopfung, Koliken. Trotz Milchzucker und Leinsamen gehts mit meiner Verdauung bergab. Haben Sie einen Tip für mich? Was genau sind Krampfadern? Ich habe bemerkt, dass meine Brüste und der Brustbereich sowie der Bauch seitlich mit blauen Venen durchzogen sind. Sind dies schon Krampadern oder deuten sie nur die erhöhte Durchblutung an? Ab wann ist ein Kind eigentlich nicht mehr eine Frühgeburt? Ab der 36. oder 37. Woche? Und warum ist es dann keine Frühgeburt mehr? Ich danke Ihnen sehr für die Mühe! LG Sabine
liebe Sabine, 1.wenn die Kinder sich bis zur 33. SSW nicht gedreht haben und hier auch schon dauerhaft in BEL liegen, dann sinken die Chancen auf eine spontane Wendung auf ca 10%. Vorher zu spekulieren über das wenn und aber, ist sicher nicht sinnvoll. Bleibt das Kind dennoch in BEL liegen, dann sollte man mit den Eltern ab der 34./35. SSW über die Konsequenzen, Möglichkeiten und Entbindungsmodus sprechen. Ab der 36. SSW sind die Chancen auf eine spontane Wendung sicher nur noch minimal. Ggf. kann man mit der Entbindungsklinik über eine äußere Wendung sprechen, diese wird jedoch nicht überall durchgeführt, ebenso wie eine Spontanentbindung aus BEL. Wo es in Ihrer Nähe eine solche Klinik gibt, sollte der FA Ihnen sagen können. Ansonsten kann man mit der Moxibustion (chinesische Heilkräuterzigarren) versuchen, das Kind zur Wendung zu bringen, oder auch mit der indischen Brücke; einer bestimmten Körperhaltung, mit der es in einigen Fällen klappt, das Kind zur Wendung zur bringen. 2. bei Verstopfung ist es wichtig und sinnvoll, sich überwiegend ballaststoffreich z.B. mit Leinsamen zu ernähren, ausreichend zu trinken 2-3 Liter am Tag und wenn die Weizenkleie oder Milchzucker nicht hilft, dann ist noch das Magnesium zu nennen, das in hoher Dosierung den Stuhl verdünnt und den Stuhlgang fördert. Wenn es gar nicht geht und zu starke Beschwerden macht, ist auch mal ein Mikroklistier erlaubt, das nach 5-20 Minuten den Darm zuverlässig und schonend entleert. Da diese Maßnahme aber auch mal unerwartet zu Wehen führen kann, sollte sie nur in Absprache mit dem Frauenarzt oder Frauenärztin vor Ort eingeleitet werden. 3. in Deutschland ist es so üblich, dass man in den meisten Fällen einen geplanten Kaiserschnitt in der abgeschlossenen 38. SSW, wenn die Kinder reif genug sind und wenn noch keine Wehen da sind, durchführt. Wartet man bis zur 40. SSW und es stellen sich Wehen oder ein Blasensprung ein (häufig dann nachts) dann ist das Ganze mit mehr Komplikationen verbunden und für die Schwangere viel unangenehmer, was man doch verhindern möchte. 4.nicht nur der Anstieg des Schwangerschaftshormons Gestagen führt in den ersten Monaten zu einer Lockerung des Bindegewebes und damit zu einer Venenerweiterung. Auch das Wachstum der Gebärmutter übt zunehmenden Druck auf die untere Hohlvene aus, was wiederum den Druck in den Beinvenen erhöht und die Krampfaderbildung begünstigt. Es sind hier vor allem vorbeugende Maßnahmen, die empfohlen werden -Ausreichende Bewegung; übermäßige stehende oder sitzende Tätigkeiten vermeiden -Schwimmen im warmen Wasser -Übermäßige Wärmezufuhr vermeiden -täglich kalte Schenkelgüsse zum Venentraining -Regelmäßiges Hochlagern der Beine mit entsprechenden Ruhephasen -Kompressionsstrümpfe bei Schwellung oder beginnender Krampfaderbildung Es ist sicher nicht so, dass derartige Krampfadern in jedem Fall auch nach der Schwangerschaft noch verweilen. Dieses hängt sicher primär mit dem Bindegewebe der Frau zusammen. In den meisten Fällen verschwinden sie nach der Entbindung von selbst wieder. 5. als Frühgeburt werden Kinder bezeichnet, die bei der Geburt nur 1000 bis 2500 g wiegen oder die weniger als 1000 g wiegen, aber Lebenszeichen wie Atmung oder Herzschlag zeigen. Gelegentlich findet sich auch die Definition nach dem Schwangerschaftsalter von weniger als 37 Wochen. VB
Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Herr Dr. Bluni, ich danke Ihnen sehr für Ihre ausführliche Antwort. Sie haben mir sehr geholfen! MFG Sabine
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