Mitglied inaktiv
lieber hr. dr. bluni, können sie mir bitte ihre meinung bezüglich behandlung und gefahr einer bakteriellen infektion geben? ich bin jetzt in der 16.SSW. in der 11.SSW sind bei einem abstich folgende bakterienkulturen gefunden worden: * gardnerella vag., prevotella sp., mobiluncus sp. --> wurde behandelt mit erythromycin * ureaplasma urealyticum --> wurde behandelt mit amox.-clav. * mykoplasma hominis --> wurde nicht behandelt die antibiotika habe ich in der 13.SSW genommen. ich hatte davor praktisch keine beschwerden, im nachhinein merk ich jetzt aber dass es jetzt "normaler" ist. nun hat mir mein arzt betaisodona-zäpfchen verschrieben, ich soll jeden zweiten tag eins nehmen. in der packungsbeilage steht dass es nach dem 1. SS drittel nur unter strikter anweisung des arztes genommen werden darf, und dass die schilddrüsenfunktion überwacht werden muss. das hat mich verunsichert... was kann passieren wenn ich sie nehm? wie gefählich ist das? mein FA hat noch gemeint, dass das risiko dass die infektion jetzt aufsteigt und vorzeitig wehen auflöst gering ist, das kommt nur vor, wenn die infektion stark ist (und das würde ich merken: jucken, brennen, etc.). stimmen sie dem zu? vielen dank für ihre antwort!! mlg mona
liebe Mona, 1. sofern eine Infektion im Scheidenbereich vorliegt, sollte diese entsprechend behanelt werden: mit einem Antibiotikum, oder, wenn es ein Pilz ist, mit einem Pilzmittel. Eine bakterielle Besiedlung der Vagina in der Schwangerschaft (z.B. bakterielle Vaginose) steht im Verdacht, insbesondere nach Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels, für Fehlgeburten, vorzeitige Wehen, vorzeitigen Blasensprung und Frühgeburtlichkeit verantwortlich zu sein. Eine solche Besiedlung kann neben der Beurteilung des Scheidensekretes im Mikroskop durch Anfärbung beim behandelnden Frauenarzt oder Frauenärztin und mit einer ph-Wert-Bestimmung ausgeschlossen werden. Neben Teststreifen gibt es mittlerweile im Handel auch Handschuhe zu kaufen, mit denen die Frau eine ph-Wert-Bestimmung eigenständig durchführen kann Aus dieser Erkenntnis heraus resultiert die Empfehlung, insbesondere bei Frauen mit einem Risiko, in der Schwangerschaft den ph-Wert regelmäßig zu kontrollieren, bzw. rechtzeitig eine so genannte bakterielle Vaginose auszuschließen und ggf. zu therapieren. Man sollte sich aber darüber im klaren sein, dass dieses nur eine Ursache neben diversen anderen zum Teil noch unbekannten Faktoren ist, die man für die Problematik der Frühgeburtlichkeit verantwortlich machen kann. Die bakterielle Besiedlung ist somit alleine sicher nicht der Weisheit letzter Schluss und das Problem ist viel komplexer. Dieses hat Herr Prof. Petersen einer der großen Experten auf dem Gebiet der gynäkologischen Infektionen von der Universitätsfrauenklinik Freiburg in einem Kommentar des Deutschen Ärzteblattes zu einem Artikel von Dorothee Hahne in Heft 12/2001: mit dem Titel „Frühgeburt durch pH-Selbstkontrolle“ geschrieben. Dieses kann nachgelesen werden unter www.aerzteblatt.de. Insofern sollte jede Schwangere mit Ihrem behandelnden Frauenarzt oder Frauenärztin über die für sie individuell sinnvollste Diagnostik und die Risiken für oben genannte Probleme sprechen. 2.Bei den Betaisodonna-Zäpfchen handelt es sich um Vaginal-Antiseptikum, dass sicher bei bestimmten Keimen abtötend wirkt. Sinnvoller ist es aber immer, hier bei Keimnachweis gezielt zu behandeln. Was die Warhnhinweise angeht, so ist dieses entsprechend zu beachten. VB
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