Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Bakterielle Infektion???

Frage: Bakterielle Infektion???

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Ich leide schon seit Anfang meiner Schwangerschaft unter Pilzen/Bakteriellen Infektionen und Streptokoken. Anfang der SS hatte ich eine B. Infektion diese habe ich, trotz Antibotika erst nach 1 1/2 Monaten weg bekommen, mit Vaginalltabletten die die Scheide desinfezieren. In der 19SSW hatte ich Streptokoken, die auch mit Antibotika, Vagihex und Vagiflor behandelt wurden. Der Kontroll Abstrich wurde heute gemacht. Doch vor drei Wochen hatte ich auch noch eine Exem an der Scheide, welches wahrscheinlcih von einem Pilz kommt. Daher behandel mich mein Arzt schon seit 3 Wochen mit Salben: 1 Kadefungin, dann Nystalocal (sorry ich glaube falsch geschrieben, Kortison Salbe), dann Flumizid und jetzt Biofanal. Doch immer noch keine Besserung!!! Immer noch habe ich so ein brennenden Stechenden Schmerz auch ist das Exem noch vorhanden, welches ab und zu auch auf geht und blutet. Auch ist die Scheide geschwollen und sehr rot. Meine Fragen zu dieser langen Geschichte: 1) Warum helfen diese Salben nicht? 2) Kann die Behandlung mit all den Salben schädlich für das Kind sein? 3) Könnte es auch eine bakterielle Infektion sein? Kann ich selbst den Unterschied erkennen? 4) Sieht mein Arzt nach dem ansetzen des Abstriches was nun der verursacher ist? Ich habe ein Termin am Dienstag beim Arzt ist es dann schon zu spät,wenn es doch eine bakterielle Infektion ist? Habe nämlich schon oft gehört, das viele Frauen dadurch ihr Kind, auch in der spät SS verloren haben. 5) Können die ganzen Infektionen daher kommen, weil ich ständig, schon seit des 4 Monats, Durchfall habe? Was könnte ich daran ändern? Vielen Dank für Ihre Mühe! MFG Dane


Dr. med. Vincenzo Bluni

Dr. med. Vincenzo Bluni

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liebe Dane, Bakterien, wie die Streptokokken kommen meist aus dem Darmbereich. Insofern kann es hier einen Zusammenhang mit dem Durchfall geben, als auch mit den ständigen Keimen und Entzündungen im Vaginalbereich. In aller Regel reicht eine antibiotische Behandlung aus; ggf. sollte das Mittel umgestellt werden. Wenn dann noch lokale Beschwerden vorhanden sind, würden diese meist symptomatisch behandelt werden. die B-Streptokken finden sich wohl bei etwa 30% der Schwangeren und sie können bei den Neugeborenen zu lebensbedrohlichen Infektionen führen. Dennoch wird nicht empfohlen, bei allen Schwangeren nach diesen Keimen zu suchen. Diese Streptokokken sollten, wenn man sie nachweist, antibiotisch behandelt werden, auch schon vor der Geburt. Unter der Geburt sollte man diese intravenös behandeln, da man hierdurch zu einer deutlichen Senkung der schweren Lungeninfektionen führen kann. Nach einer persönlichen Information von Herrn Prof. Dr. Petersen besteht während der Schwangerschaft nach erfolgter antibiotischer Therapie, aber dennoch persistierender B-Streptokokken und Beschwerdefreiheit der Patientin, keine Notwendigkeit zur Dauertherapie. Dieses sollte dann vor Ort besprochen werden. VB


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