Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Auffälliger Abstrich

Frage: Auffälliger Abstrich

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Hallo Doktor Bluni, vielen Dank für Ihre Antwort auf meine Frage zum auffälligen Abstrich (ASCUS). Ich habe morgen einen Termin beim FA zur Besprechung und werde darauf bestehen, dass eine Kolposkopie gemacht wird. Vorgeschlagen in der Praxis wurde mir, einfach bis 6 Wochen nach der Entbindung abzuwarten und dann einen erneuten Abstrich zu machen. Diese Ungewissheit werde ich mir allerdings nicht antun, da ich erst in der 18. Woche bin. Was halten Sie im Zusammenhang mit dem ASCUS-Befund von einem HPV-Test? Informationen im Netz sind leider widersprüchlich. Denken Sie, ein HPV-Test wäre in diesem Fall sinnvoll und angebracht? Vielen Dank und viele liebe Grüße aus dem verregneten New Mexico, Saskia


Dr. med. Vincenzo Bluni

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liebe Saskia, unter Berücksichtigung meiner Ausführung ist hier sicher zu frage, welche Konsequenz denn letztlich ein HPV-Test und der eventuelle Nachweis von Hochrisikoviren hätte? Gegebenenfalls würde man schon in der noch laufenden Schwangerschaft eine Biospie durchführen. Dieses sollten Sie aber mit Ihren Experten in den Staaten besprechen. Zu den genannten Viren - HPV - kann man folgendes sagen: Bei HPV (Human Papilloma Virus) handelt es sich um eine Gruppe von über 100 miteinander verwandter Virustypen. Einige von ihnen können Warzen im Genitalbereich hervorrufen können, während andere HPV-Stämme Warzen an Händen und Füssen hervorrufen. Im Genitalbereich werden die sichtbaren Warzen Kondylome genannt. Sie treten nicht bei jedem HPV-Infizierten auf; viele Menschen wissen nicht einmal, dass sie Kondylome haben. Bestimmte HPV-Typen verursachen Warzen am Gebärmutterhals, die bei ausbleibender Behandlung in einem Zeitraum von mehreren Jahren zu Krebsvorstadien und dann zu Krebs entarten können. Dieser Prozess geht aber langsam von statten und es bleibt genügend Zeit, die Erkrankung zu behandeln, bevor sie bösartig wird. Eine Frau mit Warzen im Genitalbereich sollte regelmässig Gebärmutterhalsabstriche vornehmen lassen. Die Früherkennung von Veränderungen durch Gebärmutterhalsabstriche ist die beste Vorsichtsmassnahme gegen Gebärmutterhalskrebs. Die betroffenen Frauen haben natürlich Angst, dass die Infektion Krebs verursachen könnte. Es ist normal, alle, einige oder keine dieser Gefühle zu haben. Anlass zur Sorge besteht jedoch nicht. Zur Zeit wird von der überwiegenden Mehrheit der Fachvertreter neben dem üblichen zytologischen Abstrich von Gebärmutterhals und Muttermund noch keine Virustypisierung empfohlen. Der Arzt kann mit den meisten therapeutischen Maßnahmen nur die Symptome bekämpfen. Werden diese HPV-Viren nur im Krebsabstrich nachgewiesen und es liegen keine Warzen vor, ist kein Handlungsbedarf gegeben. Diese Viren können gegenseitig übertragen werden, ohne dass Symptome da sind. Liebe Grüße nach New Mexico. VB


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