Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

ASR, AFP

Frage: ASR, AFP

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Hallo, brauche nochmal Rat.Wie schon geschrieben wurde in der 12SSW ein fraglich positiver Antikörpersuchtest gemacht, der in der 16.SSW wiederholt wurde. Das ist doch der ASR- Test? Was ist denn der AFP genau? Mir wurde geasgt, dass da das Blur darauf untersucht wird, ob das Kind evtl. Behinderungen zeigt (z.b. offener Rücken oder Trisomie) Dieser Test war negativ (Gott sei dank) jedoch der ASR wieder fraglich positiv. Was habe ich davon zuhalten? Er soll in 4-6 Wochen nochmal wdh. werden. Aber 2x fraglich positiv klingt nicht gut, oder?


Dr. med. Vincenzo Bluni

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hallo, 1. die Bestimmung des Alpha-Fetoproteins im Rahmen der Pränataldiagnostik mit konsekutiver Risikoberatung bezüglich des Vorliegens einer Neuralrohrfehlbildung ist eine Leistung, die zu einer vorher durchgeführten Aufklärung verpflichtet. Durch Bestimmung des AFP (=Alpha-Feto-Protein) im mütterlichen Blut lässt sich bei erhöhten Werten ein Hinweis auf Neuralrohr-Missbildungen (Spina bifida, "offener Rücken") beim Kind ableiten. Da der Wert im mütterlichen Blut durch verschiedene Faktoren beeinflusst wird, bedeutet ein erhöhter Wert keinesfalls, dass eine Missbildung vorliegt. Hier kann die Bestimmung des Alpa-fetoproteins per Fruchtwasserpunktion Klarheit bringen und das Kind zudem mittels Ultraschall genau auf Organmissbildungen untersucht werden. Diese sollte dann durch einen dafür entsprechend qualifizierten Untersucher(in) erfolgen. Eine wiederholte Messung ist meines Wissens wenig sinnvoll oder hilfreich! Deutlich erniedrigte Werte werden hingegen mit Erbgutschäden in Verbindung gebracht. Sie könen aber auch auf Grund eines falsch eingeschätzten Schwangerschaftsalters (tatsächlich jünger als ursprünglich gedacht) zu Stande kommen. Der Wert selbst ist abhängig von der Schwangerschaftswoche, dem Gewicht der Schwangeren, und der Frage ob Einlings-oder Mehrlingsschwangerschaft. 2. ASR steht für Analyte specific Reagent. Dieses ist ein bestimmtes Testverfahren, um u.a. Antikörper im Blut nachzuweisen. 3.bevor die Schwangere sich hier sorgt, sollte der behandelnde Frauenarzt oder Frauenärztin mit dem Labor abklären, welche Antikörper wurden wann in welcher Höhe bestimmt? Wie sieht der Ultraschallbefund aus und zeigt sich ein Anstieg der gemessenen Antikörper. Zum Glück kommt hier nicht jedem eine besondere Bedeutung zu. VB VB


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