Mitglied inaktiv
Hi, ich habe ein großes Problem und bin echt verzweifelt. Ich habe vor einem Jahr eine Tochter geboren und sollte der glücklichste Mensch auf Erden sein. Aber mein Problem ist einfach meine Angst. Das klingt sicher verrückt und egal mit wem ich versuche darüber zu reden, keiner nimmt mich ernst. Schon vor der Geburt war ich ein sehr ängstlicher Mensch. Jedesmal wenn ich jetzt meine Tochter ansehe geht mir durch den Kopf: hoffentlich stirbt sie nicht. Ich suche jeden Tag ihren Körper nach blauen Flecken ab, weil wir vor 60 Jahren mal einen Leukämie Fall in der Familie hatten. Dann diese Nachrichten aus aller Welt, überall Terror oder ermordete Kinder. Es wird bei mir immer schlimmer und ich bin total verzweifelt. Den ganzen Tag, nachts weine ich mich aus Angst in den Schlaf, ich krieg diese Gedanken einfach nicht aus meinem Kopf. Ich kann damit nicht mehr umgehen und weiß nicht, was ich da tun kann oder an wen ich mich wenden kann. Auch mein Hausarzt ist da gar nicht weiter drauf eingegangen. Ich liebe meine Tochter doch so sehr und würde es nicht überleben, wenn ihr was passieren würde. Ich wollte auch schonmal einen Psychologen aufsuchen, aber dann denke ich immer, es gibt sicher viele Leute mir schwerwiegenderen Problemen. Können sie mir einen Rat geben? MfG LeoLi
hallo Leo, die Angst, dass das eigene Kind mal krank wird oder ihm etwas zustoßen könnten, kennen sicher alle Eltern. Bei einigen ist dieses - auch auf Grund von bestimmten Erfahrungen oder Erlebnissen - besonders stark ausgeprägt. Dass Eltern aber nie eine Garantie haben, dass ihr Kind/ihre Kinder von diesen Dingen verschont bleiben, ist sicher eine Binsenweisheit. Wenn eine Mutter, wie hier beschreibt, dass sie sich selbst Sorgen macht über ihre eigenen Sorgen und Ängste, sollte dieses sehr ernst genommen werden. Hier wäre mit dem Kinder-, Haus- oder Frauenarzt das Gespräch zu suchen. Es kann sich aber auch als notwendig ergeben, hier professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Zum Beispiel mit einem Therapeuten, bei dem/der dann ein Gesprächstermin vereinbart werden sollte. VB
Mitglied inaktiv
Hallo LeoLi, ich finde, das eine Angststörung ein sehr grosses Problem ist, dessen du dich nicht zu schämen brauchst und unbedingt einen Pschologen aufsuchen solltest ! Es schränkt dich doch offensichtlich im täglichen Leben total ein und es geht dir doch wirklich sehr schlecht. Alles Gute und viel Glück, Andrea
Mitglied inaktiv
Hallo, auch ich würde sagen, du solltest dich um fachkräftige Hilfe bemühen, z.B. einen Psychologen oder eine Therapie machen. Es stimmt, es gibt immer Menschen, denen es schlechter geht, aber so weit brauchst du es nicht kommen zu lassen. Lieber die ersten Anzeichen ernst genommen und was dagegen unternommen als zu lang gewartet. Deine Angst kann sich nämlich noch steigern und du selbst wirst es wahrscheinlich mit vernünftigen Ratschlägen nicht mehr schaffen, es zu bewältigen. Übrigens ist ein gewisses Maß an Angst normal, wobei ich denke, bei dir ist es zu viel. Seit unser Sohn auf der Welt ist (18 Monate) habe ich auch mehr Angst, z.B. wenn er irgendwo oben steht oder sich eine kleineVerletzung zugezogen hat. Jetzt wo ich wieder schwanger bin ist es noch stärker. Du musst einfach sehen wie du wieder auf ein normales Maß kommst. Bis dahin würde ich keine Nachrichten etc. schauen und auch nicht zu viel, wo es um Krankheiten geht. Das schürt das nur noch. Aber tue auf jeden Fall wass, sonst wird aus der anfänglichen Neurose vielleicht noch mehr. Ich wünsch dir alles Gute und wenn dich die anderen nicht ernst nehmen, tue es selbst und tue was für dich. Liebe Grüße Grit
Mitglied inaktiv
Hallo LeoLi! Ich kann dir auch nur raten einen Psychologen aufzusuchen. Ich leide seit einigen Jahren unter Angstzuständen und Panikattacken und nehme deshalb sogar Antidepressiva ein, da es anders nicht mehr in den Griff zu bekommen war. Also mein Rat: So früh wie möglich etwas dagegen unternehmen. Schäm dich nicht dafür. Psychologen sind dafür da zu helfen, egal wie schwerweigend die Probleme des einzelnen sind. LG Ivonne
Mitglied inaktiv
Ich habe auch oft Angst um meinen Kleinen. Er ist erst 4 Monate und ich mache mir auch täglich einen Kopf um alles, wegen plötzl. Kindstod, dass er vielleicht mal eine schwere Krankheit bekommen könnte etc. Wenn meine Angst zu groß wird, dann versuche ich, etwas dagegen zu unternehmen, z.B. in die Natur gehen oder mal zum Einkaufen. Das hilft mir, weil ich dann immer wieder bemerke, dass das Leben schön ist und eigentlich bei uns doch immer noch ganz friedlich. Erfreue Dich an Deinem Kind und genieße es, dass es ihm gutgeht. Sei froh, dass wir in einem Land leben, wo Kinder noch relativ unbeschwert aufwachsen können (s. Russland vor einigen Tagen). Die wahrscheinlichkeit, dass Deinem Kind etwas Schlimmes passiert, ist sehr gering, und wenn doch, dann kannst Du es auch nicht ändern. sage Dir immer wieder, dass Du schon alles tust, um Dein Kind zu schützen und dass es Familien gibt, die mit großen Schicksalsschlägen umgehen müssen, die Euch erspart bleiben. Mir helfen solche Gedanken immer.