Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Angst vor (erneuter) Magersucht

Frage: Angst vor (erneuter) Magersucht

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ieber Herr Dr. Bluni, ich habe vor knapp fünf Wochen meine Tochter (4. Kind) zur Welt gebracht. Es ist alles ganz prima, wir haben uns schon gut in die neue Familiensituation eingelebt. In der Schwangerschaft habe ich elf Kilogramm zugenommen, wobei wohl der Hauptanteil eingelagertes Wasser war, so dass ich jetzt 16 Kilo weniger habe als vor der SS. Mein Gewicht liegt nun bei 56 kg bei 1,69 Körpergröße. Das Problem ist, dass ich seit etwa drei Wochen kaum noch essen kann und meine Gedanken nur um das Nicht-Essen kreisen oder darum, wie ich es schaffe, möglichst ohne oder nur mit geringen Kalorien über den Tag zu kommen. Gesundheitlich geht es mir blendend, insofern bräuchte ich mir keinen Kopf zu machen, das Problem ist nur, dass ich in meinen frühen zwanziger Jahren erst magersüchtig und dann bulimisch war. Mein Mann, der davon weiß, bedrängt mich nun, weil er fürchtet, ich könne da wieder hineinfallen und rät mir, mir Hilfe zu holen. Einerseits finde ich das übertrieben, aber andererseits merke ich selbst, dass mich bestimmte Muster an früher erinnern, so zum Bsp. dass ich flunkere, ich hätte schon gegessen oder dass ich schwer beschäftigt bin, wenn die Familie ist. Andererseits halte ich es für möglich, dass es nur eine Phase ist, die von selbst vergeht. Meinen Sie, ich sollte jetzt schon nach Hilfsangeboten suchen? Viele Grüße, Anne


Dr. med. Vincenzo Bluni

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hallo Anne, wenn Sie hier das Gefühl haben, dass sich bekannte Verhaltensmuster einschleichen, ist dieses erst mal positiv, aber umso wichtiger ist es, dass Sie sich hier zeitnahe an Ihre Therapeutin/Therapeuten wenden, um rechtzeitig Maßnahmen ergreifen zu können. Ganz sicher wird Ihnen hierbei Ihre Frauenärztin/Frauenarzt helfen. Weitere Informationen und Hilfestellungen gibt es im Internet unter den Adressen: http://www.hungrig-online.de/ http://ab-server.uni-leipzig.de/index.php http://www.bzga-essstoerungen.de/ VB


Mitglied inaktiv

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Hallo, willst Du wirklich als Mutter von 4 Kindern eine neue Magersucht riskieren? Ich würde mir ganz schnell Hilfe holen, schon allein der Kinder wegen! Gruß, Pondus


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Hallo!! Ich kann dich sehr gut verstehen... Bin zwar erst 25, aber gerade zum zweite Mal schwanger... Meine erste Tochter kam vor fast 5 Jahren zur Welt und ich habe früher (vom 13. bis zum 19. Lebensjahr) an Magersucht gelitten... Damals habe ich sogar nur mit Mühe ein halbes trockenes Brötchen runterbekommen pro Tag... Es gab kurz vor der ersten Schwangerschaft eine Zeit, wo ich nur noch 38kg wog, bei einer Größe von 164cm... Als ich jedoch die Nachricht von der Schwangerschaft bekam, fing ich an zu essen, einfach aus dem Grund mein Kind nicht zu gefährden... Und es hat geklappt! Als meine Kurze dann jedoch auf der Welt war, kamen noch häufiger ein paar Schübe, in denen mein Kopf mir sagte, dass ich nicht viel essen darf, etc... Ich habe mir dann immer kleine Portionen genommen und dann aber häufiger gegessen, damit ich nicht wieder abnehme... Nach einiger Zeit hatte ich Alles wieder gut im Griff und konnte ganz normal wie jeder Andere auch essen... Hätte ich damals meine Situation jemandem anvertraut, hätte man mir sicherlich auch geraten, mir Hilfe zu holen!! Und das rate ich trotz meiner guten Erfahrung auch dir, wenn du denkst, dass es schlimmer werden wird!! Und ich kann dir anbieten, dass wir uns mailen... Vielleicht brauchst du mal jemand einfach so zum Quatschen, dann schreib!! Würde mich wirklich freuen... maja-and-gary@gmx.de Liebe Grüße und "Halte durch, du schaffst das!!", Maja


Mitglied inaktiv

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Liebe Anne, wenn Du meinst, dass sich die Essgeschichte zu einer Störung ausweiten könnte bzw. das dasselbe ist wie früher, solltest Du Dir wirklich schon jetzt schnell Hilfe holen, damit es nicht erst eskaliert. Das ist absolut keine Schande, sich Hilfe zu holen. Ich finde es sehr gut, dass Du Dir über das Problem überhaupt bewusst bist, da kannst Du stolz auf Dich sein! Alles Gute Sabine


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