Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

An Herrn Dr. Bluni

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Frage: An Herrn Dr. Bluni

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Sehr geehrter Herr Dr. Bluni, ich habe so viele Fragen, ich will mich aber auch an Sie wenden , da Sie mir mit Sicherheit alles genau erklären können. Im Oktober 2003 bin ich zu einer Untersuchung stationär gegangen. Alles wurde bei mir untersucht, Eierstöcke, Gebärmutter ect. Es stellte sich heraus das ich eine Zyste am Eierstock hatte und eine Endometriose. Beides wurde entfernt. Die Endometriose wohl nur zur Hälfte. 8 Wochen später war ich zur Nachkontrolle.Mein Gyn stellte eine bio-chemische SS fest. Ja was ist das denn? Eine richtige Auskunft bekam ich damals auch nicht. Er meinte nur, es wäre alles ok. Jetzt war ich wieder zur Kontrolle. Auf einmal stellte er eine Gebärmutter in Herzform fest und erneute Zysten. Außerdem habe ich meine Periode nie regelmäßig.Zwischen 28 - 38 Tagen kommen sie meistens. Mein Gynn.meinte der Eisprung ist mal da und mal nicht. Das hilft mir aber auch so nicht weiter. Ich bin 33 Jahre und wir wünschen uns seit langem ein Kind. Bis jetzt immer erfolglos. Ich solle mir nicht selber Druck machen. Das ist aber so hingesagt. Ich kenne ja die Ursachen nicht. Nun will er mit mir einen Monitorring ???? machen. Bitte erklären Sie mir, was da untersucht wird. Anfangs hätte ich wohl eine Gelbkörperschwäche gehabt, das wäre aber auch i.O. Kann man mit einer Gebärmutter in Herzform trotzdem schwanger werden? Stören denn die Zysten? Ich danke Ihnen vielmals Ihre Angelica


Dr. med. Vincenzo Bluni

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hallo Angelica, sofern die Endometriose ausbehandelt ist und es sich bei den Zysten um die im Zyklus auftretenden Follikel handelt, kann es auch bei unregelmäßigem Zyklus zu einer Schwangerschaft kommen. Eine Zyste ist meist eine mit Flüssigkeit gefüllte Struktur, wobei die Flüssigkeit Blut oder normales Sekret sein kann. Sofern diese Zyste bei einer Frau im gebärfähigen Alter auftritt, sie keine oder nur geringe Symptome macht, nicht verdächtig aussieht, kann man sie gut drei Monate beobachten oder auch - in Absprache mit der Patientin - hormonell behandeln, da sie dann häufig hierunter oder von selbst verschwindet. Am besten eignet sich hierzu eine Pille. Anders, wenn sie stärkere Beschwerden macht, bei einer älteren Frau auftritt oder eben nicht nur Flüssigkeit enthält,sondern auch vielleicht feste Anteile: dann ist dieses anders zu beurteilen und dann würde man schon eher eine Bauchspiegelung empfehlen. Hierüber sollte mit dem behandelnden Frauenarzt oder Frauenärztin gesprochen werden, der/die dann das jeweils sinnvollste Vorgehen mit der Frau erörtern kann. Bei einer herzförmigen Gebärmutter kann es sichum eine antomische Variante der Gebärmutter, den so genannten Uterus bicornis handeln. Die Häufigkeit von Gebärmutterfehlbildungen liegt bei etwa 1: 600 bei fruchtbaren Frauen, 1:30 bei unfruchtbaren frauen und 1: 200 bei der generellen weiblichen Bevölkerung (nachzulesen unter http://www.wdxcyber.com/ninfer05.htm ) Zum Uterus subseptus/bicornis/duplex kann man, ohne alle Varianten aufzuführen, sagen, dass es eine anatomische Abnormität der Gebärmutter ist, die von einer Art Wand zwischen der Höhle bis hin zu praktisch 2 separaten Gebärmuttern reichen kann. Diese anatomische Variante kann man am besten in der Hysteroskopie (Spiegelung der Gebärmutter in Narkose)beurteilen, sie kann schon mal die Ursache von gehäuften Fehlgeburten und auch Frühgeburten sein. Eine Gebärmutterfehlbildung muss man aber nicht immer sehen, weder im Ultraschall, noch bei einem anderen Eingriff. Bei einer Bauchspiegelung kann man dieses manchmal erkennen, aber wenn es nur ein Septum ist, würde man dieses hier auch nicht sehen. Ein Septum in der Gebärmutter kann chirurgisch oder per Laser in vielen Fällen entfernt werden. Monitoring bedeutet,dass man den Zyklus hormonell und/oder per Ultraschall überwacht, um eine Aussage zur Gelbkörperfunktion zu bekommen. VB


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