Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Doktor Bluni, ich bin in der 8. Woche schwanger und freue mich sehr darüber. Nur mache ich mir große Sorgen, da ich in der 2. Woche nach dem Eisprung bei einer Durchleuchtung dabei war, danach der SS-Test negativ war, ich in der Woche darauf (3.+ 4.)fast täglich Alkohol (zw. 1 Glas und 1/2 Fl. Wein, oder 2 Gläser Sekt, oder 2 Bier) getrunken habe. Da die Regel weiterhin ausblieb habe ich nochmals zwei SS-Tests durchgeführt, die beide positiv waren. Wie gesagt bin ich jetzt sehr besorgt, da ich gelesen habe, dass gerade die 3. Woche nach Befruchtung eine sehr sensible Phase ist. Gerade hier scheint Alkohol extrem schädigend zu wirken (Mikrozephalie etc.). Andererseits habe ich gelesen, dass bis zur 5. Woche nach dem ersten Tag der letzten Regel noch das alles-oder-nichts Prinzip wirkt. Leider ist meine Vorfreude gedämpft, und ich verfluche den ersten negativen Test und mich selber. Ist davon auszugehen, dass ich Schaden angerichtet habe? Sollte ich gewisse Untersuchungen durchführen lassen? Vielen Dank für Ihre Mühe.
liebe Natalie, 1. für Alkohol gibt es keine Grenzmenge, bei der erst Schäden zu erwarten sind. Von Beginn der Schwangerschaft an besteht eine Verbindung zwischen mütterlichem und fetalen Kreislauf. Bei den Ereignissen, so wie Sie sie beschreiben Frau ist frühschwanger, weiß davon nichts und hat noch das ein oder andere mal Alkohol zu sich genommen oder sie hat sehr selten mal in der Schwangerschaft Alkohol getrunken kann man meistens dieses nicht nachvollziehen und es ist praktisch unmöglich, hier eine Schädigung nachzuweisen. Es sollte aber in jedem Fall im weiteren Schwangerschaftsverlauf auf Alkohol verzichtet werden. 2. grundsätzlich ist es ist so, dass Röntgenstrahlen die Erbsubstanz der weiblichen Eizellen und die Frucht beeinträchtigen kann. Um aber einigermaßen beurteilen zu können, welche Strahlendosis verabreicht wurde, und ob hiervon überhaupt ein Risiko zu erwarten ist, kann man mit den Radiologen klären, welche Untersuchungen gelaufen sind, ob eine Bleischürze verwandt wurde - was anzunehmen ist - dann kann ggf. mit dem behandelnden Frauenarzt oder Frauenärztin abgesprochen werden, ob irgendwelche zusätzlichen, pränataldiagnostischen Maßnahmen zu ergreifen sind, um bestimmte Störungen auszuschließen, wobei man sich hier im Klaren sein muss, dass man auch hier gewisse Risiken für Erkrankungen im Kindesalter nicht erfassen kann. Eine Durchleuchtung ist eine Röntgendiagnostik, die sicher mit einer erheblichen Strahlendosis verbunden ist. VB
Mitglied inaktiv
Hallo Gipsy, wie Dir geht es wohl den meisten Schwangeren, wer verzichtet schon monate- oder jahrelang auf Alkohol, wenn er sich ein Kind wünscht. Das sollte man sicher tun, aber realistisch ist das nicht. Und mir selbst ging es auch so: Ich habe fast täglich zum Abendessen Alkohol getrunken, als ich noch nicht wusste, dass ich schwanger bin. Wenn Du im Schwangeren-Forum postest, wirst Du sehen, dass davon die meisten Schwangeren ein Lied singen können. Es ist aber tatsächlich so, dass in der ganz frühen Schwangerschaft das Kind sofort abgeht, wenn es geschädigt wurde. Bleibt es, hat es auch keinen Schaden genommen. Dazwischen gibt es am Anfang wohl nichts, und das ist die sog. Alles-oder-nichts-Regel. Bei allen Frauen mit Kindern, die ich kenne und die in der Früh-SS versehentlich Alkohol getrunken haben, hatte dies keinerlei negative Folgen. Und auch meine Tochter (5) ist topfit und dazu auch noch überdurchschnittlich schnell, was ihre Sprachentwicklung und motorischen Fähigkeiten usw. angeht (angeb'... ;-)). Liebe Grüße, Astrid