Sonne-07
Lieber Herr Dr. Bluni, ich habe gerade meine zweite Fehlgeburt mit Ausschabung innerhalb eines halben Jahres hinter mir und möchte den nächsten Versuch nicht starten, ohne die wichtigsten Dinge abgeklärt zu haben. Können Sie mir ein paar Stichworte geben, was ich abklären lassen sollte? Ich bin 32 Jahre alt und habe bereits ein 5jähriges Kind. Die Fehlgeburten verliefen beide nach demselben Muster: keine embryonale Weiterentwicklung in der 6. SSW. Beim ersten Mal blieb eine leere Fruchthöhle Stand 5+1, beim zweiten Mal war ein Dottersack sichtbar, es blieb bei Stand 5+5. Blutungen und Ausschabung bei 6+5 bzw. 6+4. Sehen Sie in dieser Ähnlichkeit eine Auffälligkeit? Herzlichen Dank! Sonne
Hallo, dieses Vorhaben stimmen Sie am besten mit Ihrer Frauenärztin/Frauenarzt ab, denn wir empfehlen nach nur zwei Fehlgeburten in Folge noch keiner weiterführende Diagnostik, sondern dann nur in ausgewählten Situationen. Das hat seine Ursache auch darin,dass es eben meist genetische Gründe sind. Egal, wie der Verlauf ist. Und dieses lässt sich nicht beeinflussen. Wenn Sie dann mit Ihrer Frauenärztin/Frauenarzt eine entsprechende Diagnostik abstimmen, dann finden Sie das, was am besten untersucht werden soll, sehr schön in in unserer Stichwortsuche unter dem Stichwort "Fehlgeburten wiederholt" beschrieben. Liebe Grüße VB
hope22
du hast schon 1 gesundes kind, also wirst du mit sicherheit noch ein gesundes kind zur welt bringen können. leider haben viele vor oder nach einer intakten schwangerschaft 1-2 fehlgeburten. genaue untersuchungen werden erst nach einer 3-4 fehlgeburt durchgeführt. gerade am anfang der schwangerschaft ist eine fehlgeburt leider sehr häufig. viell. helfen dir die statistischen werte: in deinem alter hast du ein fehlgeburtsrisiko von etwa 17-23% durch die 2 vorangegangen fehlgeburten erhöht sich das risiko minimal auf 29%, dh. die wahrscheinlichkeit, dass es klappt ist höher, als das es nicht klappt und übrigens nur 0,3-1% aller paare durchleben 3 fehlgeburten nacheinander. ich selbst hatte 1 fehlgeburt und weiß, was für ein kopfkino und welche ängste da mitspielen, aber nächstes mal klappt's bestimmt! ich drück dir ganz fest die daumen! viel glück.
Sonne-07
Hallo hope22, ich habe leider noch kein gesundes Kind, sondern ein schwerbehindertes. Da die Behinderung jedoch keinen chromosomalen Hintergrund hat, hielt ich es hier nicht für erwähnenswert. Dennoch ist mein "Leidensdruck" durch die Behinderung einfach größer als das einer Mutter, die schon ein gesundes Kind hat, meine Nerven mussten schon viel aushalten. Deshalb werde ich jetzt schon einige Dinge abklären lassen. LG, Sonne
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