Sehr geehrter Herr Prof. Dr. med. Hackelöer, bei der U2-Untersuchung unseres Neugeborenen wurden wir leider sehr unerwartet mit einer Auffälligkeit konfrontiert. Der untersuchende Arzt teilte uns mit, dass auf der linken Seite keine funktionsfähige Niere darstellbar ist bzw. der Verdacht auf eine zystische Niere besteht. Während der Schwangerschaft gab es keinerlei Auffälligkeiten. Sowohl die Fruchtwassermenge als auch die detaillierten Organuntersuchungen waren unauffällig. Im Anschluss an die U2 wurden wir an einen Radiologen überwiesen, der die Diagnose einer zystischen Niere auf der linken Seite bestätigt hat. Laut Kinderarzt hat diese Niere keine Funktion. Die rechte Niere ist dafür etwas vergrößert. Unser Baby zeigt ansonsten keine Auffälligkeiten: Es uriniert regelmäßig, trinkt gut und hat kein Fieber. Wir wurden zur weiteren Abklärung und Verlaufskontrolle an die Nephrologie der Uniklinik Bonn überwiesen. Trotz der bisherigen Einschätzungen machen wir uns große Sorgen, insbesondere ob die rechte Niere ebenfalls betroffen sein könnte oder sich zukünftig Probleme entwickeln könnten. Weder vom Kinderarzt noch vom Radiologen wurde bislang ein solcher Verdacht geäußert, dennoch verunsichert uns die Situation sehr. Könnten Sie uns bitte Ihre Einschätzung dazu geben und uns etwas Klarheit verschaffen? Vielen Dank im Voraus für Ihre Unterstützung.