JKl
Sehr geehrte Herren! Ich habe mein Leben lang schon häufig Herpes Simplex an der Unterlippe. Seit 2022 auch ca zweimal im Jahr begleitet von Erythema multiforme, va an Händen und Knien u vielleicht auch 1,2 vereinzelten Bläschen im Mund. Ich hatte im Mai 25 eine Fehlgeburt in der 9 SSW (1. SS). Bereits drei Wochen zuvor begann nach einer fast abgeheilten Fieberblase ein arger Erythema-Schub mit zahlreichen und sehr schmerzhaften Bläsen an Mundschleimhaut und Zunge. Starke Schmerzen beim Schlafen u Essen. Nun bin ich wieder schanger, 6. SSW...seit 5 Tagen wieder akuter Erythema-Schub, Bläschen va an Händen u Beinen j wieder im Mund. Die Zungenbläschen sehr schmerzhaft. Nehme Valaciclovir, Stomatitislösung, Hydrolydocain, Nerisona-Creme. Bis jetzt keine Besserung, sondern immer wieder neue Bläschen. Bin sehr beunruhigt, ob sich unser Kind bei diesen Bedingungen richtig entwickeln kann (Entzündungen, Medikamente, Schlafmangel, wenig u einseitige Nahrung) und was ich tun kann, damit es besser wird. Können Sie mir bitte Auskunft geben? Erster Tag der letzten Regel: 20-11-2025 Medikamente: siehe oben
Die Herpesviren tragen Sie vermutlich schon seit langem in Ihrem Organismus. Bei abgeschwächter Immunlage blühen die Viren auf und führen zu Beschwerden. Durch Valaciclovir können Sie die Verbreitung eindämmen, jedoch auch langfristig nicht aus Ihrem Körper eliminieren. Ich gehe davon aus, dass Sie die genannten Präparate nach fachärztlicher Konsultation erhalten haben. Bei Valaciclovir handelt es sich um den L-Valylester von Aciclovir und damit um eine Vorstufe dieses älteren Virustatikums. Das vom Hersteller Glaxo Wellcome aufgebaute Register (Acyclovir Pregnancy Registry 1999) erfasste 19 angeborene Anomalien unter 596 Neugeborenen, deren Mütter im I.Trimenon Acyclovir systemisch angewandt hatten und danach prospektiv bis zur Geburt verfolgt worden waren (Andrews et al., 1988, 1992; Eldridge et al., 1993; Acyclovir Pregnancy Registry, 1997). Mit einer Fehlbildungsrate von 3,2% (95%-Konfidenzintervall: 2,0 - 5,0%) übertrifft dieses Kollektiv nicht das Basisrisiko von 3 bis 5%. Ein einheitliches Fehlbildungsmuster ließ sich bei den 19 Kindern mit Anomalien nicht erkennen. 2 von 196 Neugeborenen wiesen nach intrauteriner Exposition im II.Trimenon, 7 von 289 Neugeborenen nach intrauteriner Exposition im III.Trimenon angeborene Anomalien auf. Ein Einsatz von Valaciclovir scheint nicht einem erhöhten Fehlbildungsrisiko verbunden zu sein. Auch die anderen aufgeführten Präparate sind in der Schwangerschaft akzeptabel. Mehr können Sie gegen die Herpesviren aktuell nicht unternehmen.
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