Sehr geehrter Herr Dr. Paulus, vielen Dank für Ihren Artikel zum Eisenmangel in der Schwangerschaft, der mich auf dieses Thema aufmerksam gemacht hat. Ich habe es bei einem Termin mit meinem Frauenarzt angesprochen. Er sagte, ich habe sehr gute Hb-Werte für eine Schwangere (in der 8. SSW 14,1 g/dl, die letzte Bestimmung war in der 24. SSW mit 12,1 g/dl; aktuell bin ich in der 30. SSW). Ich habe gefragt, ob es dennoch sinnvoll wäre, den Ferritinwert zu bestimmen. Er meinte, das ergebe nicht so viel Sinn, da mein Eisenspeicher sehr wahrscheinlich leer sei – wir könnten uns die Bestimmung sparen. Er sagte jedoch, wenn ich möchte, könne ich prophylaktisch Eisen einnehmen, das schade nicht. In einer Drogerie bin ich auf einen Ferritin-Selbsttest gestoßen, der ähnlich wie ein Covid-Test funktioniert, nur mit einem Tropfen Blut. Laut diesem Test liegt mein Ferritinwert unter 30. Nun weiß ich nicht, welches Eisenpräparat ich am besten wählen soll. Mein Arzt hat nichts Konkretes verschrieben, sondern meinte, ich könne ein beliebiges Eisenpräparat einnehmen. Ich habe recherchiert, aber fast alle gängigen Präparate enthalten entweder Titandioxid, Süßstoffe oder umstrittene Farbstoffe. Ich weiß nicht, inwiefern diese Hilfsstoffe bedenklich sind. Außer Floradix – dieses Präparat ist pflanzlich, allerdings reagiere ich auf pflanzliche Arzneimittel oft allergisch und traue mich daher nicht, es einzunehmen. Andere Präparate sind mit zusätzlichen Vitaminen kombiniert, z. B. Folsäure oder B-Vitaminen, die ich jedoch bereits im Rahmen von Elevit 2 einnehme. Haben Sie eine Empfehlung, welches Eisenpräparat ich in meinem Fall wählen könnte? Derzeit nehme ich Elevit 2 mit 14 mg Eisen, aber laut meinem Frauenarzt sind 14 mg zu wenig. Ich habe zu Hause Ferro Sanol 40 mg. Es enthält folgende Bestandteile: 225 mg Eisen(II)-Glycin-Sulfat-Komplex (entsprechend 40 mg Fe²⁺) Tablettenkern: Maisstärke Saccharose Povidon K 25 Gelatine Glycerol 85 % Sprühgetrocknetes arabisches Gummi Stearinsäure Magnesiumstearat (pflanzlich) Talkum Lactose-Monohydrat Hochdisperses Siliciumdioxid Tablettenüberzug (Opadry® SGR): Saccharose Talkum Macrogol 3350 Hypromellose Glycerolmonostearat Mittelkettige Triglyceride Titandioxid Polysorbat 80 Poly(vinylalkohol) Ich würde sonst eine Tablette täglich einnehmen. Allerdings enthält sie Titandioxid im Überzug, und ich weiß nicht, ob die übrigen Hilfsstoffe unbedenklich sind. Ich habe in der Schwangerschaft bereits viel Titandioxid über Tabletten aufgenommen, da ich nach der IVF-Behandlung viele Medikamente einnehmen musste. Beispielsweise habe ich Duphaston im gesamten ersten Trimester dreimal täglich eingenommen; es enthält ebenfalls Titandioxid. Ist dies in diesen Mengen akzeptabel? Außerdem ist Titandioxid in Vagisan enthalten, das ich aufgrund eines Laktobazillenmangels vaginal anwende. Ist es auch in Vaginalkapseln problematisch oder wird es kaum aufgenommen? Zusätzlich habe ich noch eine Frage zu Gaviscon: Ich leide gelegentlich unter Sodbrennen und Magenschmerzen und versuche möglichst ohne Medikamente auszukommen. Wenn es sehr schlimm wird, nehme ich Gaviscon Advance. Laut Packungsbeilage ist es für Schwangere zugelassen, und mein Frauenarzt hat es ebenfalls erlaubt. Als Hilfsstoffe sind jedoch Methylparaben, Propylparaben und Saccharin enthalten, die meines Wissens nicht besonders gesund sind. Ist es dennoch in Ordnung, wenn ich Gaviscon in Maßen einnehme? Ich nehme es nur sparsam, maximal einmal täglich. Vielen Dank!