Frage im Expertenforum Kinderzahngesundheit an Dr. med. dent. Jacqueline Esch:

Zähneputzen kaum möglich

Frage: Zähneputzen kaum möglich

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Meine Tochter (13 Monate) wehrt sich mit aller Kraft gegen das abendliche Zähneputzen. Ich benutze diese Finger-Zahnbürste von nenedent, mit einer normalen Zahnbürste war es schon gar nicht möglich. Das Zähneputzen, wenn man es so nennen kann, dauert vielleicht drei Sekunden. Sie hat bisher sechs Zähne und ich habe Angst dass sie Karies bekommt. Ich habe ja noch Hoffnung dass das Xylit in der verbleibenden Zahncreme die Kariesbakterien hemmt, sie spült ja noch nicht aus. Was meinen Sie?


Dr. Jacqueline Esch

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Hallo, Xylit hilft schon , aber das wichtigste ist das Putzen. tips dazu finden sie auf: http://www.kinderzahnaerzte.com/n2_mundhygiene.html Xylitol wurde Anfang der 1970er-Jahre als ein mögliches kariesreduzierendes Kohlenhydrat entdeckt. An der Universität Turku (Finnland) wurden in den Jahren 1972 bis 1975 zwei klinische Studien (bekannt als Turku-Zuckerstudien) durchgeführt, die eine hochsignifikante Reduktion von Karies belegen konnten. In der ersten, einer zweijährigen Ernährungsstudie wurde Zucker (Saccharose) in allen Lebensmitteln durch Fructose bzw. Xylitol ersetzt. Insgesamt 115 Personen in insgesamt 3 Gruppen nahmen teil. Der Verzehr der Süßmittel belief sich auf 50 bis 67 g pro Tag. Nach der Studie konnte eine Kariesreduktion von 30 % bei Fructose bzw. über 85 % beim Einsatz von Xylitol ermittelt werden. Zum Vergleich wurde der sogenannte DMFS-Index[6] herangezogen. Die Zunahme des Index war 7,2 in der Saccharose-Gruppe, bei 3,8 in der Fructose-Gruppe und 0,0 in der Xylitolgruppe. Die zweite Studie wurde gestartet, als bei verschiedenen Probanden während der ersten Studie eine markante Reduktion der DMFS-Werte festgestellt wurden, d. h. dass sie eine sogenannte Kariesrevision aufwiesen. Rund 100 Personen wurden in Saccharose- und Xylitolgruppen aufgeteilt. Die Süßmittel wurden im Zeitrahmen von einem Jahr in Kaugummis verabreicht, ca. 7 Gramm täglich pro Person. Im Vergleich zur Saccharosegruppe wurde bei den Xylitolprobanden eine Reduktion der Karieszuwachsrate um mehr als 82 % ermittelt. Der Kaueffekt konnte ausgeschlossen werden, da beide Gruppen die gleiche Menge Kaugummi konsumierten. Ein Fazit der Studie ist auch, dass bereits geringe Mengen an Xylitol ausreichen und eine komplette Umstellung des Süßmittels nicht notwendig ist. Diese Effekte werden dadurch erklärt, dass die kariogenen Streptococcus mutans das Xylitol nicht verstoffwechseln können und damit absterben. Weiterhin werden sie auch daran gehindert, als Plaquebakterien an der Zahnoberfläche anzuheften. Als optimale Xylitolmenge wurden zwischen 5–10 Gramm pro Tag in mehreren Portionen ermittelt. Dies kann mittels Kaugummi oder Lutschpastillen erfolgen, Darüber hinaus regt Xylitol die Speichelproduktion an und fördert die Bildung von Komplexen mit Calcium und Speicheleiweißen in der Mundhöhle, was zu einer Remineralisation von Zahnhartsubstanz führt. In einer weiteren Turku-Studie aus dem Jahr 2000 wurden die Wechselwirkungen zwischen Müttern, die regelmäßig xylitolhaltige Kaugummis kauten und ihren Kindern (bis 2 Jahre alt) untersucht.[7] Ergebnis der Untersuchung war, dass der regelmäßige Konsum von Xylitol-Kaugummis den Befall mit Streptokokkus mutans signifikant hemmt. Liebe Grüße


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Hi melody, bei unserer Tochter (2) war es sehr ähnlich (gut, es ist immer noch schwierig), aber gebessert hatte es sich, als wir eine Art Spiel eingeführt hatten, indem wir ihr erzählten, dass die Zahnbürste sehen möchte, was sie denn so gegessen hat - und dann haben wir entsprechend aufgezählt und weggeputzt, was sie gegessen hatte. Ab und zu hat auch geholfen, dass wir uns gegenseitig die Zähne geputzt haben - da war sie aber noch ein Stück älter. Viel Erfolg


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