Frage im Expertenforum Kinderzahngesundheit an Dr. med. dent. Jacqueline Esch:

unterschiedliche Diagnosen, etc.

Frage: unterschiedliche Diagnosen, etc.

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Sehr geehrte Frau Dr. Freundorfer und Frau Dr. Esch, wie soll ich mich verhalten wenn bei meiner Tochter binnen 1 Woche zwei völlig voneinander abweichende Diagnosen gestellt wurden? dann würde mich auch interessieren, wieso man ein Kind, bei dem "Dormicum nicht "behandlungsbereit" anschlägt und auch jede Sesibilisierung nicht greift nicht einfach die notwendige Behandlung durchführt, sondern dann einen Narkosetermin braucht, angeblich wegen der Traumatisierung. Genau bei meinem Sohn aber hat die "da müssen wir jetzt durch Nummer aber zum Erfolg geführt und geht heute sogar gerne zum Zahnarzt. 'Wie kann ich als Elternteil um eine Behandlung ohne Narkose bitten? Vielen Dank für die vielen Fragen (sind übrigens bei Ihnen in Behandlung und möchten es auch bleiben) Mfg Kristall


Dr. Jacqueline Esch

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Hallo, am besten führen Sie mit uns ein persönliches Gespräch. Gerne können sie hierfür mit mir oder Dr. Freundoerfer eine Termin vereinbaren. Nicht alle Kinder reagieren gleich auf Dormicum und nicht jedes Kind kann mit: "da müssen wir jetzt durch" behandlet werden. Durch eine Traumatisierung kann es zur ( Zahnarzt)-Phobie kommen ( auch später) und die Patienten lassen sich dann gar nicht mehr behandeln bzw. meiden den Zahnarzt. Eine stressfreie, entspannte Atmosphäre vor, während und nach der Behandlung ist dabei eine wichtige Voraussetzung um Phobien zu vermeiden. Eventuell kommt auch eine Lachgassedierung in Frage: Die analgetische (schmerzstillende) und sedierende (beruhigende) Wirkung von Lachgas (chemisch N2O, Distickstoffmonoxid, Stickoxydul) wurde bereits im 19. Jahrhundert entdeckt. Seitdem wird es millionenfach als angewandt. In den USA und in vielen anderen Ländern (England, Australien, Skandinavien) wenden über 50% aller Zahnärzte Lachgas routinemässig an. Lachgas ist ein bewährtes Hilfsmittel zur Behandlung ängstlicher Kinder. Voraussetzung ist allerdings, dass das Kind in der Lage ist, bewusst durch die Nase zu atmen (ab ca. 6-7 Jahren) und die Nase frei durchgängig ist. Eine gewisse Einsicht in die Notwendigkeit einer zahnärztlichen Behandlung sollte ebenfalls vorhanden sein. Durch die beruhigende und angstabbauende Wirkung des Lachgases können viele Kinder ruhig behandelt werden, die eine zahnärztliche Behandlung sonst nur mit Mühe ertragen. Auch ermöglicht die entspannte Behandlungssituation eine sorgfältigere Ausführung von Füllungen etc. als dies unter normalen Bedingungen (ständiges Schliessen des Mundes, Schlucken, Würgereiz) der Fall wäre. Liebe Grüße


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