Frage im Expertenforum Kinderwunsch an Dr. med. Volker Wetzel:

Verschiedene Fragen

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Mitglied inaktiv

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Lieber Dr. Wetzel, kann die Eizellqualität durch bestimmte Medikamente während der Stimmu verbessert werden kann? Habe von einem Medikament namens Luveris gehört? Oder gibt es im Vorfeld einer Behandlung was, was die Patientin selbst tun kann (Vitamine etc.)? Kann man mit dem Farbdoppler-Ultraschall schon die Eizellqualität feststellen? Wie lange raten Sie Ihren Patientinen Pause zwischen den Behandlungen zu machen? Sind 1-2 Pausezyklen okay? Müssen die Blutwerte eigentlich vor jedem Versuch neu überprüft werden? Gehören da auch die Schilddrüsenwerte dazu? Wenn es zu keiner Einnistung kommt (hatte schon 3 neg. ICSIS), was könnten die Gründe dafür sein? Evtl. auch irgendwelche Verwachsungen in der Gebärmutter und würden Sie dann zu einer Gebärmutterspiegelung raten? Oder kann es auch einfach sein, dass sich die Embryonen nicht weitergeteilt haben? Und wäre es dann nicht sinnvoll beim nächsten Versuch erst am Tag 5 Transfer zu machen um zu sehen, ob sich weiterhin was tut oder kann sein, dass sich Embryonen in der Gebärmutter weiterentwickeln die es im Kulturmedium nicht schaffen?? Würden Sie zu irgendwelchen Untersuchungen vor dem nächsten Versuch raten? Es tut mir leid, dass ich ihnen soviele Fragen stelle, aber ich hoffe Sie können mir doch etwas weiterhelfen. Vielen Dank! LG Tigerente


Mitglied inaktiv

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Hallo Tigerente, Zu Ihren vielen Fragen: Medikamente nein, gesunde Ernährung unbedingt ja. Luveris ist gentechnisches LH, neu auf dem Markt. Viele Hoffnungen... man wird sehen. Aber prinzipiell ist LH schon wichtig für die Eizellqualität. Farbdoppler ist eine Methode mit der sie indirekt die Durchblutung messen. Somit könnte man sagen, daß eine gute Durchblutung für eine gute Sauerstoffversorgung und damit wohl auch für eine gute Qualität der EZ sprechen würde. Bei der Gebärmutterdurchblutung weiß man, dass ab einer gewissen Minderdurchblutung statistisch keine SS mehr eintritt. Mit speziellen Medikamenten lässt sich dies in Studien durchaus verbessern. Auch wir setzen dies dann ggf. ein. Die Pausen zwischen den Zyklen müssen individuell angepasst sein. Prinzipiell glauben wir zwar dass es bei best. Patienten ein Vorteil ist wenn sie gleich in den nächsten Zyklus gehen ( Stichwort Follikelkohorte ) aber dies ist oft wegen zu starker Stimulation etc. gar nicht möglich. Am wichtigsten ist aber eben auch die persönliche seelische Situation, man muß erst wieder bereit sein ! Kaum jemand macht mehr wie 2 bzw villeicht 3 Zyklen pro JAhr. Wichtig ist nicht schnell durchzuziehen sondern eben ausgeruht und bereit in den Zyklus zu gehen. Dann lieber warten und mal Urlaub machen. Vor jedem Zyklus überprüft man nur die Zyklusrelevanten Hormone um sicher zu sein wo man steht und richtig mit der Behandlung zu beginnen. Schilddrüse würde ich nur bei vorheriger Auffälligkeit prüfen. Ohne Ihre Unterlagen zu den vorausgegangenen Zyklen kann ich nichts zu den Gründen sagen, meist kann man es aber auch dann nicht. Wenn man immer nur Tag 5 Transfers machen würde hätten viele Leute gar keinen. Für die Psyche sicher sehr problematisch ! Ich würde vor einem neuen Versuch unbedingt per US kontrollieren o noch Zysten bestehen und ich würde per Hormonbestimmung die Situation klären. Am besten sollte man dies mal im Gespräch in der Praxis besprechen. Machen sie doch mal einen Termin. Grüße, i.V.Dr:Wetzel, Graeber


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