Frage im Expertenforum Kinderwunsch an Prof. Dr. med. H. W. Michelmann:

Überstimulationssyndrom

Frage: Überstimulationssyndrom

Mitglied inaktiv

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Möchte Schwanger werden.Was ist ein Überstimulationssyndrom und wie hoch ist das Risiko bei clomhexalgabe? Die Therapie mit duraprdnisolon und Clomhexal wurde (im Zweiten Zyklus bin ich schwanger geworden) vor 2,5 Jahren schon mal gemacht ERFOLGREICH. Und beim Ultraschall vor dem Eisprung wann wirds gefährlich bei Mehrlingen?


Prof. Dr. H. W. Michelmann

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Hallo Beate, die Überstimulation ist die häufigste Komplikation bei der Hormonstimulation zur Follikelreifung. Es ist das Ergebnis einer massiven Follikelluteinisierung und tritt nach hCG-Gabe bzw. nach einem spontanen LH-Gipfel auf. Es können schwerste Komplikationen auftreten, dazu gehören u. a. Leberfunktionsstörungen, thromboembolische Komplikationen, Aszitesbildung, niedriger Blutdruck, Oligurie, Hämokonzentration usw. Wenn im Ultraschall mehr als nur ein großer Follikel gefunden werden, sollte man sich sehr gut überlegen, ob in diesem Zyklus eine Insemination bzw. ein GV stattfinden soll. Überstimulation sowie Mehrlingsrisiko lassen sich sehr gut durch Ultraschalluntersuchungen und Hormonmessungen verhindern.


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