Chris41
Guten Abend Herr Dr. Emig, ich bin Ende der 8. SSW und hatte vor zwei Tagen leichte Blutungen (nur Spuren am Toilettenpapier, keine starken Blutungen). Ausgelöst wurden diese durch ein kleines Hämatom an der Gebärmutter. Die Blutungen haben am nächsten Tag wieder gestoppt. Ich hatte dann nur noch braunen Ausfluss, und heute habe ich noch leichte braune „Krümelchen“ im Urin. Mein Frauenarzt hat mir aufgrund der Blutungen Progesteron verschrieben, um laut seiner Aussage einer Fehlgeburt entgegenzuwirken. Allerdings war mein natürlicher Progesteron-Spiegel zu dem Zeitpunkt nicht bekannt, da dieser bis dato nicht gemessen wurde. Auf mein Bestehen hin (und auf meine eigenen Kosten) wurde dies heute nachgeholt und vorhin erhielt ich das Ergebnis: Mein natürlicher Progesteronspiegel liegt bei 30.5, also im absoluten Normalbereich. Nun stellen sich mir ein paar Fragen: 1) Warum sollte ich trotz normalem Progesteronspiegel zusätzlich Progesteron einnehmen? 2) Senkt ein überhöhter Progesteronspiegel tatsächlich das Fehlgeburtsrisiko gegenüber einem normalen Progesteronspiegel? 3) Welche Risiken / Nebenwirkungen bestehen bei einer Überdosierung? 4) Beeinflusst die externe Gabe von Progesteron die körpereigene Progesteronproduktion? In dem Sinne, dass dieser beginn weniger zu produzieren, weil nun extern zugeführt wird und der Bedarf gedeckt ist? Ich bin grundsätzlich jemand, der nur in äußersten Notfällen Medikamente zu sich nimmt, und gerade in der Schwangerschaft möchte ich eigentlich auf Medikamente in jeglicher Form verzichten. Daher möchte ich auch Progesteron (obwohl es sehr verharmlosend dargestellt wird), nur nehmen, wenn eine wirkliche Notwendigkeit und Nutzen besteht, denn letztendlich greift es ja auch in den natürlichen Hormonhaushalt ein. Schon vorab danke ich Ihnen ganz herzlich für Ihre Rückmeldung.
Hallo, grundsätzlich spricht nichts gegen, aber auch wenig für die Gabe (bei normalen Werten). Die Bestimmung a.d. Blut ist allerdings nur eine "Momentaufnahme", ein paar Stunden früher oder später kann er wieder anders sein. Vorteil der Gabe: man wiess dann, dass eine bestimmte menge sicher im Blut vorhanden ist. Risiko/NW: evtl. Müdigkeit. Die körpereigene Produktion insbesondere bei bestehender SS ist nicht beeinflusst. Gruß
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