Anna_123
Sehr geehrter Herr Dr. Gagsteiger, Ich schreibe Ihnen mit sehr großer Verzweiflung. Zwei ICSIs (2024-2025) wegen OAT-Syndrom haben für uns eigentlich gut funktioniert (insgesamt 8 Blastos, aus 2x20 Eizellen), resultierten aber leider nur in 2 biochem. SS. Der Schock für mich ist nun, dass ich in der dritten ICSI (drei Monate nach Endo-OP) plötzlich nicht mehr richtig reagiere, nach vier Tagen unter 175 IE Pergoveris sind nur je 1 Follikel sichtbar. (Östrogen nur 76, FSH 23, LH 6; Vergleich zum letzten Mal: Östrogen 800 und FSH 12). Die Ärztin gibt noch nicht auf und lässt mich bis DO weiter stimulieren, aber ich habe kein gutes Gefühl und bin total am Boden. Hintergrund: bei der BS/GS vor drei Monaten wurde ein GM-Polyp und viel Endometriose entfernt, an den Eierstöcken selbst aber wohl nichts außer rechts Verwachsungen entfernt. 10 Tage Post-Op (noch im selben Zyklus) sah alles gut aus, alle Blutwerte im Norm-Bereich, AMH bei 2,7 (war 1 Jahr vorher bei 4,5 aber trotzdem für 37 J gut). Eierstöcke beide mit je ~ 10 Follikeln. Seitdem habe ich Unterleibsschmerzen mittig um den Eisprung herum. Im Vorzyklus zur jetzigen ICSI war die Sicht wieder schlecht und deshalb kein Follikel-Count möglich. Meine Fragen an Sie: kann es sein, dass trotz des ursprünglich guten AMH nach OP meine Eizellreserve bzw Follikelzahl 1-2 Zyklen nach OP ‚absackt’? Besteht Grund zu der Annahme, dass meine Eierstöcke bei der OP beide Schaden genommen haben? Oder kann so eine krasse Schwankung auch natürlich mal vorkommen? Tut mir leid für die lange Nachricht, ich hab solche Angst dass ich keine Eizellen mehr bekomme und es das jetzt war. Ich bereue die OP sehr. Vielen Dank für Ihre Antwort.