Frage im Expertenforum Kinderwunsch an Dr. med. Ute Czeromin:

Pause nach Ausschabung & Vermeidung von Blutungen

Frage: Pause nach Ausschabung & Vermeidung von Blutungen

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Sehr geehrte Frau Dr. Czeromin, ich habe eine Frage, die man Ihnen sicherlich oft stellt: Vor zwei Jahren hatte ich eine Fehlgeburt in der 7. SSW . drei Monate später wurde ich wieder mit unserem Sohn ( 13 Monate) schwanger. Die zweite Schwnagerschaft war für mich jedoch bis zur 20. SSW eine absolute Horrorschwangerschaft, da ich sehr stark an Hyperemesis litt, 11 kg abnahm und insgesamt 3 Wochen im Krankenhaus lag. (Leider war mir anfangs trotz meiner Einwende im Krankenhaus "Vomex" verabreicht worden, wovon mir aber noch übler wurde). Bis zur 20. Woche muss ich gestehen, kam absolut keine Freude auf... Ende Juli 2003 wurde ich erneut schwanger, ab der 7. SSW war mir rund um die Uhr äußerst übel, so dass mich mein FA ab der 8. SSW täglich ambulant zum Tropf bestellte. Dieser half mir dann auch. Allerdings war mir an einem Wochenende (ohne Tropf) nicht mehr schlecht und das könnte der Auslöser (Hormonumschlag) für die Fehlgeburt Ende der 9. SSW gewesen sein. Zwei Tage später wurde eine Ausschabung , ambulant, durchgeführt. 6 Wochen nach der Ausschabung habe ich meine Tage bekommen. Die übliche Meinung ist, 3 Monate zu warten. Bis vor 3 Wochen war ich seelisch sehr fertig (zumal ich in dieser Zeit auch noch unseren Sohn endgültig abgestillt hatte). Aber ich denke, dass ich inzwischen "drüber weg" bin. Wie wieiele Frauen können gar nicht schwanger werden und vielleicht liegt unsere Rate ja einfach bei 50%, wofür man auch dankbar sein sollte! Da ich lt. meinem FA bei jeder gut verlaufenden Schwnagerschaft mit Übelkeit rechnen muss, möchte ich die ersten 20 Wochen so schnell wie möglich "hinter mich" bringen. Meine persönlich Meinung ist auch, nur noch einen letzten Versuch zu starten und den Kinderwunsch dann ggf. aufzugeben. Seit 1 Woche nehme ich Kräuerblut-Dragees mit extra Folsäure und sobald wir einen neuen Versuch starten, werde ich auf Femibion umsteigen (ich habe in allen drei Schwangerschaften nichts dergleichen eingenommen). In den nächsten zwei Monaten stehen so viele Termine und Feste (in positivem Sinn) an und ich denke, dass ich dann eher abgelenkt bin als z.B. im Feb. / März, so dass ich ein sehr baldiges Wiederschwangerweden anstrebe. Ich bin leider ein Typ, der sich gerne in Dinge steigert (z.B. Angst vor Übelkeit oder einer neuen FG). Sorry, dass ich Ihnen eine so lange Mail schreibe... Also meine Frage: a) könnte man eine Schwangerschaft auch 2 Monate nach einer FG vertreten? Ist es nicht eher eine Schicksalssache? b) leider habe ich in allen 2 Schwnagerschaften zwischen der 6. und 9. Woche Bltungen gehabt (zwei Schwangerschaften endeteten damit). Kann man Blutungen irgendwie "verhindern"? Vielen herlichen Dank im voraus für Ihre Antwort! MfG F. Rodo


Dr. Ute Czeromin

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Liebe Frodo, gegen eine neue Schwangerschaft zwei Monate nach Fehlgeburt bestehen keine Einwände.Folsäure ist gut. Blutungen in der Frühschwangerschaft können unterschiedliche Ursachen haben. Zu behandeln sind hormonelle Ursachen bei Gelbkörperhormonmangel. So wie Sie Ihre bisherigen Fehlgeburten schildern, handelte es sich aber um Blutungen bei nicht intakter Schwnagerschaft (anscheinend irgendwann kein Nachweis von Herzaktion im Ultraschall ???) - leider kommt es relativ häufig vor, daß Schwangerschaftsanlagen nicht i.O. sind, sich bis zu einem gewissen Punkt weiterentwickeln und dann aufhören zu wachsen. Die Natur ist da brutal und läßt nicht jede befruchtete Eizelle weiterwachsen. Aus Untersuchungen an Fehlgeburtsgewebe weiß man, daß bei ca. 50% der Schwangerschaftsanlagen, die zu einem relativ frühen Zeitpunkt in der Schwangerschaft (ca. 7.- 10. SS)das Wachsen eingestellt haben, eine Chromosomenstörung, also eine fast immer neu entstandene nicht lebensfähige Störung an den Erbanlagen der Schwangerschaft, verhindert, daß sich die Schwangerschaft nicht weiterentwickelt. Das ist mit NICHTS zu verhindern! Allerdings gibt es relativ viele Medikamente, die zur Erleichterung von Hyperemesis eingesetzt werden können - neben Vomex auch Postafen oder Paspertin... vielleicht ist das beim nächsten mal ja auch alles anders! Ihnen alles Gute! MFG Ute Czeromin


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Hallo, Frau Dr. Czeromin! Herzlichen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Mir ist noch etwas eingefallen, woran ich nicht gedacht habe: ist es sehr schlimm, wenn 2,5 Wochen vor dem Eisprung zwei Amalganblomben vom Zahnarzt ausgetauscht wurden? Ich habe iene neue Schwangerschaft bei dem Zahnarzt erwähnt. Einen sog. Spanngummi hat er nicht genommen. Meine frühere Hebamme rief mich nämlich gestern wegen der Abrechnung an und sie jagte mir einen Riesenschrecken ein, von wegen, ich sollte besser noch 1 Jahr oder länger warten. Und auf jeden fall homoöpathisch ausleiten lassen!! Dabei habe ich mir die Blomben austauschen lassen, um nicht später in der Schwangerschaft noch Probleme mit den Zähnen zu bekommen!!! Ich persönlich denke, dass Amalgan derzeit sehr hoch gespielt wird, es vielleicht auch nur eine Ausrede für den Zahnarzt ist, Geld zu machen. Aber wenn ich höre, was meine Mutter so früher während der Schwangerschaften zahnmässig gemacht bekommen hat.... Sorry, dass ich Sie nochmal belästigen muss. Im voraus vielen Dank für Ihre Antwort! MfG F. Rodo


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