Frage im Expertenforum Kinderwunsch an Prof. Dr. med. H. W. Michelmann:

Kryokonservierung

Frage: Kryokonservierung

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Guten Tag Prof. Michelmann, irgendwie ist mir die Regelung bei der Kryokonservierung noch unklar, ich hoffe Sie können mir helfen. Ich weiß, das das Einfrieren von Eizellen nur im Vorkernstadium erlaubt ist (Samenzelle bereits in Eizelle eingedrungen, Erbanlagen aber noch nicht miteinander verschmolzen). Werden die Eizellen auch in diesem Stadium transferiert? Ich dachte immer, hierzu müssen sie noch ein "Stadium weiter sein". Ist dies so? Ich möchte mir zwei Eizellen transferieren lassen. Nehmen wir mal an ich hätte 10 Eizellen, die das Vorkernstadium erreicht haben. Dann würden doch meine "gewünschten zwei" noch einen Tag weiter bebrütet, oder? Und die restlichen 8 müßten aus rechtlichen Gründen sofort eingefroren werden? Und wenn sich nun diese 2 nicht weiterentwickeln? Dann habe ich keine mehr für den Transfer zur Verfügung? Ich glaube, ich habe diesbezüglich etwas mißverstanden bzw. noch nicht verstanden. Ich freue mich auf Ihre Antwort. Freundliche Grüße! Biggi


Prof. Dr. H. W. Michelmann

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Hallo Biggi, es ist eigentlich ganz einfach. Einen Tag nach Insemination (IVF/ICSI) befinden sich die Eizellen im sog. Vorkernstadien. Diese Stadien sind vom Gesetz her nicht geschützt. Sie können verworfen oder eingefroren werden. Eine weiterführende Kultur hin zu den frühen Embryonalstadien (2-Zeller bis Blastozyste) darf nur mit so viel Vorkernstadien erfolgen wie auch Embryonen transferieret werden sollen (max. 3). Es können bereits Vorkernstadien transferiert werden, die Regel ist aber, dass nach 2 oder 3 Tagen transferiert wird. Um bei ihrem Beispiel zu bleiben: Wenn sich zwei Vorkernstadien nicht weiter entwickeln (was extrem selten auftritt), könnte man problemlos zwei kryokonservierte Vorkernstadien auftauen und sofort oder nach einem Tag in der Kultur übertragen.


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