Lisulu
Guten Abend, Ich, 31, schlank, PCOS, mein Mann 37 schlechtes Spermiogramm. Ich hatte im Feb. meine erste ICSi - stimuliert mit 137 Ovaleap (49 punktiert, 32 reif und befruchtet) mit einer leichten Überstimulation. Deshalb dort kein Frischtransfer, die 3 Kryos danach negativ. Nun diesen Monat zweite ICSI mit 92IE Puregon, Donnerstag Punktion von wahrscheinlich 10 reifen Follikeln. Morgen soll ich mit 2 Decapeptyl auslösen, da im Foli TV zusätzlich noch ca 30 kleine Eizellen (alle ca 1cm groß) zu sehen waren. Meine Ärzte lehnen einen Frischtransfer ab, weil sie Angst vor einer Überstimu haben. Ich würde mir aber so sehr einen Frischtranfer wünschen. Denken Sie, es würde Sinn machen, nach der Punktion mit Östrogen und Progesteron weiterzumachen bis Tag 5 und dann eine Blastozyste (falls eine entstanden ist und ich keine Überstimulation habe) zu transferieren? Oder macht das nach Decapeptyl keine Sinn? Vielen Dank schonal und viele Grüße
Hallo, Ihre Situation klingt nach einer herausfordernden Zeit mit den bisherigen Versuchen und der Besorgnis über eine mögliche Überstimulation. Der Einsatz von Decapeptyl zur Auslösung kann tatsächlich das Risiko einer Überstimulation verringern, da es im Gegensatz zu HCG weniger dazu neigt, eine schwere Überstimulation auszulösen. Der Wunsch nach einem Frischtransfer ist verständlich, aber die Bedenken Ihrer Ärzte sind ebenfalls wichtig zu berücksichtigen, besonders wenn bereits eine leichte Überstimulation nach der ersten ICSI aufgetreten ist. Die Entscheidung, ob ein Transfer von frischen Embryonen durchgeführt werden sollte, hängt stark von Ihrer individuellen körperlichen Reaktion nach der Punktion ab. Eine Möglichkeit wäre, die Entwicklung der Embryonen bis zum Blastozystenstadium zu verfolgen und dabei engmaschig auf Zeichen einer Überstimulation zu achten. Wenn sich Ihr Körper stabil verhält und keine Anzeichen einer Überstimulation zeigt, könnte unter Umständen ein Frischtransfer in Betracht gezogen werden, vorausgesetzt, die Embryonen entwickeln sich gut. Es ist jedoch sehr wichtig, dass dies in enger Absprache mit Ihren behandelnden Ärzten geschieht. Die Fortsetzung der Behandlung mit Östrogen und Progesteron nach der Punktion kann dabei helfen, das Endometrium für einen möglichen Transfer vorzubereiten. Ob dies sinnvoll ist, sollte ebenfalls mit Ihrem Behandlungsteam besprochen werden, da sie Ihre spezifischen Umstände und Risiken am besten einschätzen können. Es ist ratsam, diese Optionen detailliert mit Ihren Ärzten zu besprechen und deren Empfehlungen zu folgen, besonders im Hinblick auf Ihre Gesundheit und Sicherheit. Warten Sie die Punktion ab! Dann kann differenzierter entschieden werden. Viel Erfolg und alles Gute für Ihren bevorstehenden Versuch!
Lisulu
Vielen Dank für die detaillierte Antwort. Es freut mich zu hören, dass meine Überlegungen theoretisch möglich wären. Ich warte morgen die Punktion ab und werde mein Anliegen mit den behandelnden Ärzten besprechen, aber auch im Hinterkopf behalten, dass sie ja für meine Sicherheit handeln. Im Kinderwunsch will man alles jetzt und sofort, da vergisst man oft auf sich selber zu achten. Viele Grüße!
Viel Glück!
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