Frage im Expertenforum Kinderwunsch an Dr. med. Christoph Grewe:

Hilft Prednisolon bei Einnistung im Kryotransfer?

Frage: Hilft Prednisolon bei Einnistung im Kryotransfer?

perlach

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Sehr geehrter Herr Dr. Grewe, Sie haben mir mit Ihren Antworten bisher schon sehr geholfen, deswegen möchte ich mich nochmal an Sie wenden. Zur Vorgeschichte: Bei mir besteht Kinderwunsch seit vielen Jahren, dabei 3 frühe Fehlgeburten (MA; Schwangerschaften spontan, durch IUI und durch ICSI), eine lange Reihe von IUIs, ICSIs und vielen Kryotransferen; sehr (zu) späte Beseitigung eines tiefen Septums, das erfolgreiche Schwangerschaften nicht ermöglicht hätte. Ich habe noch 5 befruchtete Eizellen für einen Kryotransfer zur Verfügung. Wegen meines Alters (46 Jahre) ist auf natürlichem Weg wohl kaum noch was zu machen. Die Kryotransfere sind also meine "letzte Chance". Die Kinderwunschpraxis schlägt vor, beim nächsten Kryotransfer 15 oder 20mg Prednisolon zu geben. Dieses Medikament würde zusätzlich zu Utrogest, Progynova, evtl. Hormonpflaster Estramon, Folsäure Femibion 0, Metformin (1000mg wegen leichter Insulinresistenz), Heparin (wegen Faktor-V-Leiden) und Euthyrox (75mg wegen Schilddrüsenunterfunktion) gegeben werden. Wie ist Ihre Meinung: Kann das Prednisolon was bringen? Könnte es umgekehrt negative Auswirkungen auf die Einnistung haben? Reichel-Fentz hat, glaube ich, mal was in diese Richtung gesagt (wenn Prednisolon nicht wirklich indiziert ist); aber ich kann mich auch täuschen. Über eine Einschätzung von Ihrer Seite würde ich mich sehr freuen. Herzlichen Dank im Voraus dafür. Herzliche Grüße


Dr. Christoph Grewe

Dr. Christoph Grewe

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Hallo, bei Prednisolon gibt es sehr viele unterschiedliche Meinungen: Es gibt bis heute keinen bewiesenen positiven Effekt der Prednisolon-Gabe, aber auch wir verordnen es ab und zu. Um es nochmal ganz klar zu sagen: Niemand wird Ihnen sicher beantworten können, ob Predni wirklich hilft und auch die üblichen Immunologen sind mir hier bisher eine Antwort/Erklärung zu ihren Empfehlungen schuldig geblieben. Da aber die negativen Effekte (insbesondere auf den Zuckerstoffwechsel) überschaubar sind, ist die Gabe absolut zu verantworten. Viele Grüße und ich drücke Ihnen die Daumen Christoph Grewe


perlach

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Herzlichen Dank für die schnelle und klare Antwort! Damit haben Sie mir sehr geholfen. Dürfte ich noch eine Frage hinterherschieben: Würden Sie dann eher 15mg oder 20mg oder andere Dosis geben oder ist die genaue Dosierung zu vernachlässigen? Viele Grüße


perlach

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Herzlichen Dank auch für Ihre zweite Antwort! Damit kann ich die Dosierung besser einschätzen. Viele Grüße und einen guten Start in die neue Woche


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