Frage im Expertenforum Kinderwunsch an Dr. med. Klaus Bühler:

Gründe für Fehlgeburt bzw. zukünftige Vermeidung von einer Fehlgeburt

Frage: Gründe für Fehlgeburt bzw. zukünftige Vermeidung von einer Fehlgeburt

Mitglied inaktiv

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Hallo! Ich habe folgendes „Problemchen“: Im Nov. 2001 hatte ich eine Fehlgeburt (7. SSW). Da waren wir gerade am Bauen – gut, vielleicht hätte ich nicht tapezieren sollen. Im Feb. 2002 wurde ich erneut schwanger, hatte dieses Mal schon in der 6. SSW starke Blutungen. Musste zwei Wochen im Bett ruhig liegen und ich konnte das Kind halten. Allerdings fing dann ab der 13. Woche Hyperemesis an, wodurch ich bis zur 17. Woche 11 kg verlor und schliesslich bis zur 20. Woche im Krankenhaus am Tropf hing. (Eine Theorie war, dass ich die erste Fehlgeburt seelisch nicht verarbeitet hätte. Ich bin eher der Mensch, der sich in Arbeit hüllt und versucht, die Sache zu vergessen). Ab der 20. SSW ging es mir besser, ich war sehr fit, bis zur Geburt hatte ich Plus /Minus Null abgenommen. Die Geburt unseres Sohnes (3 Std.) war ein Klacks und ich verliess nach 4 Std. die Klinik. Unser Sohn wurde 8 Monate voll von mir gestillt, dann begann ich, abzustillen. Wir verhüteten aber nicht und im Juli 2003 wurde ich erneut schwanger. Ich stillte noch die zweimal weiter, aber unser Sohn hatte nicht mehr viel Appetit, war also dabei, sich selbst abzustillen. Die 7. Und 8. Woche verbrachte ich mit andauernder Übelkeit. Mein FA legte mir einmal pro Tag einen Tropf mit Glucosterol und irgend etwas Vitaminiges (auf jeden Fall nicht Vomex). Plötzlich war mir nicht mehr schlecht, ich fühlte mich zwei Tage mal besser. Dann musste ich am nächsten Tag zur Untersuchung. Alles in bester Ordnung. Eine Std. nach der vaginalen Ultraschalluntersuchung (das tat sehr weh) bekam ich plötzlich starke Blutungen und Bauchschmerzen. Abends hatte ich das Kind verloren. Das Krankenhaus hatte folgende Theorie: da mir nicht mehr schlecht war, wären meine Hormone plötzlich wieder „umgekippt“, deshalb hätte ich das Kind verloren. Mein FA hat keine Erklärung. Er war selbst sehr erstaunt, wie schnell das gegangen ist. Wenn eine Schwangerschaft bei mir gut ausgehen würde, müsse ich bis ca. zur 20. SSW mit extrem starker Übelkeit rechnen. Meine Theorie: wenn man zu Blutungen neigt, sollte man besonders am Anfang der Schwangerschaft keine Geschlechtsverkehr haben (darauf haben wir auch geachtet). Aber so ein vaginaler Ultraschall ist ja nichts anderes und der schmerzt viel mehr. Ich halte sehr viel von meinem FA und werde auch da bleiben. Und einen Fehler kann jeder machen, er konnte es ja auch nicht wissen. Er betreut ausschliesslich Risikoschwangerschaften - er hat mich im letzten Jahr auch aus der Hyperemesis-Geschichte gerettet. Möglich ist es aber vielleicht schon, oder? Vielleicht beim nächsten Mal erst ab der 13. SSW einen vaginalen Ultraschall machen lassen? Vom Stillen konnte es nicht kommen?? Hätte ich besser auf den Tropf verzichtet? Wenn aber nun die Hormonsache stimmt: was kann ich beim nächsten Mal ändern? Welcher Arzt kann mir da weiterhelfen? FA und Allgemeiner Arzt sagen, ich solle die Sache abhaken. Ich würde das aber lieber überprüfen lassen. Zur Zeit nehme ich nichts ein. Da ich meine Regel alle 4 Wochen habe, gehe ich davon aus, dass das auch 4 Wochen nach der Ausschabung der Fall sein wird. Sofern die nächste Schwangerschaft klappt, könnte ich wohl mit der Situation leben. Deshalb würde ich mich nicht allzu sehr verrückt machen. Es gibt nun mal auch eine Art „Schicksal“.. Nur wir möchten unbedingt, dass es das nächste Mal klappt. Nur was kann / soll man tun oder eben besonders nicht tun? Vielleicht haben wir gerade auf die wichtigsten Dinge nicht geachtet und dann würde es uns wieder so wie jetzt ergehen. X Monate oder Jahre warten hilft meiner Meinung nach nicht weiter. Die 2. Schwangerschaftt verlief ja auch gut. Auf jeden Fall werde ich unseren Sohn in zwei Wochen ( dann wird er ein Jahr) abstillen. Für Ihre Antwort / Ihren Ratschlag danke ich Ihnen im voraus. Mit freundlichen Grüßen Frodo


Dr. Klaus Bühler

Dr. Klaus Bühler

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Liebe Frodo, s.o. US hat mit GV rein garnichts zu tun!! Spüren Sie 'was? Wo sind beim US die Prostaglandine??! Ihr FA ist gut! Selbstvorwürfe bringen Sie nicht weiter! Außerdem unberechtigt: Mehr als 50% aller Frauen mit Kind(er)haben auch eine FG erlitten. Fortpflanzung beim Menschen ist eben kompliziert! Was soll Ihr Sohn mit1 Jahr noch gestillt werden? Zeit für Ende gruß KB


Mitglied inaktiv

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Herzlichen Dank für Ihre Antwort! Also würden Sie es in 2-3 Monaten einfach noch einmal "versuchen"? (bei unserem Sohn hat es in der 2. Schwangerschaft, die 3 Monate nach der Fehlgeburt entstand, auch geklappt). Danke im voraus für 1 kurze Antwort! Frodo


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